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DIE WILDE ZEIT - NFP

Zwei Jahre nach seinem gefeierten fünfstündigen Portrait CARLOS – DER SCHAKAL über den venezolanischen Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, kommt jetzt die Fortsetzung von Oliver Assayas Zeitreise in die wilden 70er Jahre. Diesmal nimmt die Expedition autobiographische Züge an und zeigt – in besonders stilvollen Bildern – den künstlerischen Weg des Regisseurs über die Malerei zum Film, der in Zusammenhang mit der Zeit nach dem Mai 68 nur gepflastert sein konnte mit den Spuren von Drogen und Revolte. Dabei werden die historische Ereignisse von damals immer mit dem Plot eingeflochten.
Zentrale Figur des Films ist Gilles (Clément Métayer), der elektrisiert von der politisch und künstlerisch aufgeladenen Aufbruchsstimmung, seine gesamte Zeit und Energie den Zielen einer Bewegung spendet, mit der er sich vollkommen identifizieren kann. Eine besondere Rolle spielt dabei auch seine Liebe zu der etwas älteren Künstlerin Christine (Lola Créton), die ihm Vorbild und Inspiration ist. Als sie sich aufgrund ihres Umzugs nach London von ihm trennt, fällt er erst mal in ein existenzielles Loch um bald darauf seinen Fokus auf die eigene Karriere und Zukunft zu setzen. Auch wenn seine späteren Liebschaften nicht mit der ersten zu vergleichen sind, wird jedoch bald seine Begeisterung für den künstlerischen Film überwiegen.
Parallel werden typische Lebensläufe von den Protagonisten jener stürmischen Zeit an Beispielen aus Gilles Freundeskreis dargestellt, die auch die Schattenseiten der Ereignisse von damals dokumentieren. Depressionen, Ziellosigkeit und nicht selten der Tod sind Opfergaben für einen Platz auf der legendären Tafel der Revolution.
Assayas gelingt ein mitreißendes Portrait einer vielzitierten Generation, das abgesehen – von ein paar Ausflügen ins Sentimentale – einen passablen Rundumblick verschafft.
FR 2013 Regie: Oliver Assaya
Darsteller: Clément Métayer, Lola Créton, Félix Armand u.a.
Kinostart: 30.05.2013

Weitere Infos: www.filmweltverleih.de
© 13. Mai 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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