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CHEYENNE – THIS MUST BE THE PLACE - Delphi

Der in die Jahre gekommene Frontmann der legendären Rockgruppe 'Cheyenne and the Fellows' lebt zurückgezogen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) in Dublin. Obwohl bereits 20 Jahre seit der Auflösung seiner Band vergangen sind, schminkt er sich täglich eine Illusion à la Robert Smith (The Cure) ins Gesicht und schlüpft in sein Gothic-Kostüm. Obwohl er bereits die 50er Marke erreicht hat, lässt ihn die Vergangenheit nicht los. In einem Zustand zwischen gepflegter Langeweile und aufkommender Depression genießt er die Gesellschaft von Jane und seiner engen Vertrauten Mary, einer 16jährigen, die seinen Style und Musikgeschmack teilt. Cheyenne wird aus seiner Lethargie gerissen, als er erfährt, dass sein Vater, der ihn nie akzeptiert hat, im Sterben liegt. Ein Roadtrip nimmt seinen Lauf, der ihn zunächst nach New York bringt. Dort übermittelt ihm sein sein jüngerer Cousin Richard (Liron Levo) die Nachricht vom Tod seines Vaters. Beim Betrachten des leblosen Körpers bemerkt Cheyenne eine Tätowierung am Handgelenk – eine Zahlenkombination. Angestachelt recherchiert er in den alten Tagebüchern seines Vaters und stößt auf Informationen über dessen Aufenthalt in einem Konzentrationslager und auf den Namen eines mittlerweile 94 Jahre alten Mannes, der ihn dort wie kein anderer Gedemütigt hatte. Cheyenne beschließt die Suche seines Vaters fortzusetzen... Auf diesem Pfad begegnen ihm wichtige Weggefährten, ungeahnte Einsichten in die Vater-Sohn Beziehung aber auch in seine eigene Seele.
Fast schon liebevoll gespickt mit zahlreichen Verweisen aus der Musik- und Filmgeschichte der 80er und 90er Jahren, aber auch konsequent in seinem Umgang mit religiösen und kulturgeschichtlichen Symbolen gleicht der Film einem Satz russischer Matroschka-Puppen, die immer wieder mit einer neuen Ebene überraschen. Mit Cheyenne -This Must Be The Place ist Paolo Sorrentino ein brillantes Popmärchen gelungen. Faszinierend! Sean Penns Chayenne lässt einen sprachlos, wenngleich befriedigt, im Kinosessel zurück.
IT/ FR/ IR 2011, Regie: Paolo Sorrentino
Darsteller: Sean Penn, Frances McDormand, Judd Hirsch, David Byrne u.a.
Kinostart: 10.11.11
© 01. November 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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