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NICHTS ZU VERZOLLEN - Prokino

 
Passend zur aktuellen Euro-Krise führt uns der Publikumserfolg aus Frankreich zwanzig Jahre zurück ins französisch-belgische Grenzgebiet Courquain, kurz vor der Unterzeichnung des Schengener Abkommens, das die Abschaffung der stationären Grenzkontrollen einläutete. Die heute als selbstverständlich erachtete Freizügigkeit brachte eine Reihe von Veränderungen mit sich und machte einige Grenzposten und von ihnen profitierende Betriebe obsolet. Sinnbildlich für diesen Wandel ist die Beziehung zwischen dem belgischen Grenzbeamten Ruben Vandevoorde und seinem französischen Gegenpart Mathias Ducatel. Während der erste in nationalistischen Gedanken schwelgt und seine Abneigung gegenüber den Franzosen im Triezen von Grenzpassanten zelebriert, ist Mathias schwer mit seiner großen Liebe - Rubens Schwester Louise - beschäftigt. Es kommt wie es kommen muss und aus erbitterten Rivalen werden Kollegen, die gemeinsam gegen die Vernichtung ihrer Existenzgrundlage angehen.
Regisseur und Hauptdarsteller Dany Boon gelingt der nächste großer Wurf nach "Willkommen bei den Sch'tis", welcher sicherlich auch in Deutschland sein Publikum finden wird. Seine Themen sind allgegenwärtig, seine Lösungen mit einem Augenzwinkern serviert. Während die Liebesgeschichte etwas vorhersehbar erscheint, ist sie jedoch liebevoll gezeichnet. Die Wirkung von sprachliche Barrieren und dialektischen Trittbrettern ist ein allgemeingültiges Konzept, das leider in der synchronisierten Fassung etwas untergeht. Hierbei verdient das Gefühl von Timing bei der Übertragung der sprachlichen Varianten ins Deutsche besondere Beachtung.
FR 2010, Regie: Dany Boon
Darsteller: Benoit Poelvoorde, Julie Bernard, Dany Boon, u.a.
Kinostart: 28.07.2011

Weitere Infos: www.nichts-zu-verzollen.de
© 11. Juli 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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