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DAS LIED IN MIR - Schwarz Weiss Film

 
Die Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) befindet sich auf dem Weg zu einem Wettkampf in Chile, als ihr bei einem Zwischenstopp in Buenos Aires ein seltsames Ereignis widerfährt: Sie hört ein argentinisches Kinderlied, dass sie mitsummen kann, obwohl sie kein Wort Spanisch spricht. Überwältigt von diesem Erlebnis verpasst sie ihren Anschlussflug und bleibt vorerst in der ihr fremden Stadt. Als ihr dann auch noch der Reisepass gestohlen wird, mietet sie sich in einem Hotel ein und erkundet die Stadt, wobei sie weitere unmögliche Erinnerungen zu Tage fördert. Erst als nach einigen Tagen ihr besorgter Vater Anton (Michael Gwisdek) nachreist, erhält sie eine Erklärung: Maria wurde im Alter von drei Jahren adoptiert, nachdem ihre leiblichen Eltern in den Folterkellern der Militärjunta verschwunden waren. Lückenlos kann Anton die Geschichte jedoch nicht offenlegen. Und sein offensichtlicher Unwille, Maria bei der Suche nach möglichen lebenden Verwandten zu helfen, macht sie stutzig. Als Maria mit Hilfe des jungen Polizisten Alejandro auf die Spur ihrer Herkunft stößt, stellt sich bald heraus, dass ihre späteren Adoptiveltern bei der gleichen Firma arbeiteten wie ihre leiblichen Eltern, diese also vermutlich kannten. Auch waren ihre argentinischen Verwandten nach dem Verschwinden ihrer Eltern keineswegs unauffindbar, wie Anton behauptet. Im Gegenteil – eine wiedergefundene Tante vergießt über das Auftauchen der verzweifelt gesuchten Nichte kaum enden wollende Freudentränen. Bald taumelt Maria in einem Gefühlsstreit zwischen alter Zuneigung zu ihrem Erziehervater und den schweren Vorwürfen gegen diesen, den ihre argentinischen Verwandten erheben.
Ein sehr ruhiger Erstlingsfilm, in dem Regisseur Florian Cossen dem Thema genügend Raum und Zeit lässt sich zu entfalten und in dem nichts effekthascherisch abgehandelt und verurteilt wird. Sehr gelungen.
D 2010, Regie: Florian Cossen
Darsteller: Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, Raphael Ferro, u.a.
Kinostart: 10.02.2011
© 01. Februar 2011  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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