interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt

A
N
Z
E
I
G
E

WHITNEY – CAN I BE ME - Arsenal

 
„Nicht der Erfolg ruiniert dich, sondern die Berühmtheit“ sagt Whitney Houston in einem Interview für den vorliegenden Dokumentarfilm von Nick Broomfield und Rudi Dolezal. Whitney – Can I Be Me. Die legendäre Musikerin, die schwarzen Superstars von heute, wie Beyoncé Knowles-Carter, den Weg geebnet hat, stand von Kindesbeinen an im Rampenlicht und zahlte für die Möglichkeiten, die ihr geboten worden sind, einen teuren Preis. Ähnlich wie bei Michael Jackson und den Jackson Five war der Erfolg des einzelnen der Familie geschuldet und sollte bis am Ende ihrer Tage vom Einfluss und den Erwartungen des Clans geprägt sein, sowohl in monetärer Hinsicht, als auch hinsichtlich der künstlerischen wie auch der individuellen Weiterentwicklung. Weitere Parallelen zwischen den beiden zu jung verstorbenen Superstars, war die mangelnde Akzeptanz der schwarzen Bevölkerung der Hinwendung der beiden zu vermeintlich „weißen“ Musikrichtungen wie Pop, anstatt dem Soul und R-&-B zu dienen. So war es wohl nur konsequent Whitney trotz mehr aufeinanderfolgenden Nr.1-Hits als die Beatles bei den „Soul Train Awards“ 1989 auszubuhen. Dass dieser Moment einen maßgeblichen Einfluss auf das weitere Leben der Pop-Diva genommen haben muss zeigt der Film auf beeindruckende und außerordentlich intimen Weise. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Bobby Brown kennen, mit dem sie ihr restliches Leben verbringen sollte.
Ein weiteres Thema, auf dem der Film fußt, ist die Beziehung zwischen ihr und Robyn Crawford, ihrer besten Freundin und enger Vertrauten seit Kindheitszeiten. Der Film geht sogar von einer lesbischen Verbindung zwischen den beiden aus, was jedoch auf Whitneys Mutter Cissys Ablehnung stieß.
Rudi Dolezal (dessen Portrait Freddy Mercury – The Untold Story Whitney dazu bewegt haben soll sich von dem Filmemacher ebenfalls ein Portrait zu wünschen) und der Dokumentarist Nick Broomfield, bekannt durch seine Musikerportraits zu Kurt Cobain und Tupak, zeigen mit Whitney – Can I Be Me eine sehr intime und verletzliche Sicht auf der Superstar, dem seine Nettigkeit scheinbar zum Verhängnis wurde.
UK / USA 2017, Regie: Nick Broomfield und Rudi Dolezal
Protagonisten: Whitney Houston, Robyn Crawford, Bobby Brown, Cissy Houston u.a.
Kinostart: 08.06.2017

Weitere Infos: www.arsenalfilm.de
© 01. Juni 2017  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
Filme

Links

suche