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DIE FUSSBROICHS - 2013

 
(Effa Production/Alive)
Die gute Nachricht zuerst: Frank und Elke haben keine Kinder bekommen. Zu alt, zu viele Zigaretten. Dabei hatte sich Frank doch so angestrengt: „Vögli wenn mögli…“ Die schlechte Nachricht: die Fussbroichs verkaufen sich jetzt selbst. Und deshalb bin ich nach 24 Jahren ausgestiegen. Denn wenn Franks Frau Elke – natürlich Friseurin – Geschäftsführerin der Produktionsfirma ist, bei den neuen Folgen Regie führt und ein langjähriger Fan der Familienserie, den Frank über Facebook aufgetan hat, für Kamera und Schnitt zuständig ist, ist das Ergebnis natürlich handwerklich passabel, inhaltlich aber von einer derartigen Distanzlosigkeit, dass man das senile Geschwafel von Fred und Annemie überhaupt nicht mehr ertragen kann. Die Rolle von Ute Diehl als Schöpferin der Fussbroichs kann gar nicht genug gewürdigt werden. Denn sie hat nicht die Menschen inszeniert, sondern mit dem geschulten Blick eines unbeteiligten Beobachters einen sozialen Mikrokosmos portraitiert. Dass sich dieser Mikrokosmos hartnäckig jeglicher Transformation verschloss, konnte Anfang der 90er noch keiner ahnen. Doch wenn nun der Blick von außen fehlt, verkommen die Protagonisten zu belanglosen Sprücheklopfern und peinlichen Darstellern einer Zirkusschau, die sie selbst unermüdlich als Kult bezeichnen. R.I.P.
© 01. Februar 2014  WESTZEIT ||| Text: Dennis Behle
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