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USCHI BRÜNING - So wie ich

 
Ullstein, 272 S., 20,00 EUR
Christoph Diekmann nannte sie in der ZEIT letztens "Ella Fitzgerald aus Leipzig", was zweifellos als Lob gemeint war, aber dennoch zu kurz greift. Uschi Brüning, 1947 in auch für Nachkriegsverhältnisse eher schwierige Verhältnisse hineingeboren, weiß sehr früh um ihre Bestimmung: Schlagersängerin, sonst nichts! Oder doch erstmal eine "ordentliche" Lehre? Trotz ihres zurückhaltenden Wesens findet das Naturtalent recht schnell Anschluß an die lokale Szene, singt in der "angesagtesten Amateurband Leipzigs" und dann ruft Klaus Lenz an. Der Big-Band-Gott des Ostens lockt sie nach Berlin, aber dort lässt der ganz große Publikumserfolg auf sich warten, denn Brüning hat mehr Jazz als Schlager im Blut und will sich trotzdem für keinen der beiden Pole endgültig entscheiden. Dann kommt die erste eigene Band, sie lernt ihr Idol Manfred Krug kennen und zieht ua. mit Nina Hagen um die Häuser. Die Liebesbeziehung zum FreeJazz-Saxofonisten "Luten" Petrowski beginnt und hält ein Leben lang – mit ihm gelingen ihr musikalisch grandiose Stücke. Dann Reisekader, Mauerfall, Neuorientierung und wieder Manne Krug – viel Stoff für eine gelungene, sehr ehrliche und unprätentiöse Autobiografie, die zugleich einen Rück- und Einblick in die JazzSzene der DDR bietet.

Weitere Infos: www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/so-wie-ich-9783550050206.html
© 01. Juni 2019  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla ||| Datenschutz
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