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SONJA VOGEL - Turbofolk

 
Ventil Verlag, 141 S., 14,00 EUR
Es liegt nicht am beschränkten Umfang der "Testcard-Zwergobst"-Reihe, in der dieses Buch erscheint, schließlich hat z.B. Frank Apunkt Schneider schon gezeigt, dass man auch auf wenigen Seiten viele kluge Gedanken unterbringen kann. Es liegt eher daran, dass einfach nicht jeder ein lesbares Buch schreiben kann. Der Ventil-Lektorin Vogel ist ihr Text über den "Soundtrack zum Zerfall Jugoslawiens" jedenfalls leider zerfasert. Dabei ist das Thema hochspannend, denn auf dem Balkan sind die z.T. offen revanchistischen Turbofolker(innen) extrem beliebt und werden zumeist recht unreflektiert konsumiert, eine fundierte ästhetische und soziologische Auseinandersetzung könnte also interessante Erkenntnisse zu Tage fördern. Allein schon die Geschichte der Sängerin Ceca und ihres Warlords Arkan schreit nach einer genaueren Betrachtung. Die fehlt diesem Buch, Vogel bleibt meist im Oberflächlichen stecken, versteigt sich in gewagte Thesen (etwa wenn sie Ähnlichkeiten zwischen den "Sponzoruse" genannten Sugardaddy-Jägerinnen und den früh-emanzipierten Flapper-Girls der 20ies konstruieren will) und leistet sich einige eklatante Formulierungsschwächen. Schade.

Weitere Infos: www.ventil-verlag.de/titel/1777/turbofolk
© 01. November 2017  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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