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KARL BARTOS - Der Klang der Maschine

 
(Eichborn, 605 S.; gebunden; 26.00 Euro)
Er war, neben Wolfgang Flür, einer der beiden Schlagzeuger im „klassischen LineUp“ von Kraftwerk. Somit bestimmte er den Rhythmus der deutschen Musikgruppe schlechthin. Er ist Mitkomponist von Tracks wie „Das Model“. Umso überraschender ist es, dass Karl Bartos durch die Beatles zur Musik gekommen ist. Es gibt weitere überraschende Details, auch zum Leben im „Nachkriegsdeutschland“. Bartos erzählt von der Kindheit in Berchtesgaden, von seiner Jugend und der Oper in Düsseldorf. Und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der als unnahbar geltenden Formation Kraftwerk einmal aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Das ist ihm hervorragend gelungen. Klassische Orchester, Jazz, Cage, der Job in einer Coverband, das elektrische Schlagzeug – Bartos führt den Leser mit großem Respekt in eine Welt, die u.a. auch durch ihn eine neue Soundstruktur bekam, dadurch Techno, Elektro und gar HipHop beeinflusste. Selten zuvor ist Musikgeschichte so analytisch aufgearbeitet worden. Eine weitere Pointe ist, dass der Einzug der Computer quasi der Anfang vom Ende war, bzw. zu seinem Ausstieg führte.

Weitere Infos: http://www.karlbartos.com
© 01. Oktober 2017  WESTZEIT ||| Text: Ralf G. Poppe
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