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THOMAS BRUSSIG - Beste Absichten

 
S. Fischer, 190 S., 18,00 EUR
Brussig muß man hoffentlich nicht vorstellen: "Helden wie wir" war der Start zu einer ordentlichen Karriere und das einzige, was man dem Mann vorwerfen kann, ist sein Festhalten am immergleichen ErzählModell. Auch in "Beste Absichten" geschehen Dinge, die nicht unmöglich, aber eben auch nicht Tatsächlichkeit geworden sind - das anderswo gerade so beliebte Konzept der "alternativen Fakten" findet hier Sinn und kunstvolle Ausschmückung. Es geht um eine Band, die es nur gegeben haben könnte, eine Band, die allein aus sich heraus in der späten DDR die perfekte (Indie)Popmusik erfindet und doch die meiste Zeit in einem "Freßwürfel" Geburtstagsfeiern beschallt. Im Herbst 89 werden Autogeschäfte und damit viel Geld gemacht, ein paar Monate später spielt man in New York, vielleicht ist sogar Yoko Ono im Publikum. Der böse Zufall verhindert beständig kommerziellen Erfolg, was man durchaus auch als Glück verstehen kann. So bleibt es eine herrlich lakonische, stilistisch gekonnt und humorgetränkt erzählte optionale Geschichte. Und "Die Seuche" hatte nicht nur damals recht: "Ohne Musik ist das alles nicht auszuhalten!".

Weitere Infos: www.fischerverlage.de/buch/beste_absichten/9783103972436
© 01. April 2017  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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