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CHRISTOF MEUELER - Das ZickZack-Prinzip

 
Heyne Hardcore, 384 S., 22,99 EUR
Ohne Alfred Hilsberg sähe die deutsche Musikszene ohne Zweifel anders aus, auch wenn der Mann meines Wissens nie selbst eine Note spielte. Aber als Labelmacher und Konzertorganisator, als Sounds-Schreiber und Bandmanager, als Katalysator und Reibungsfläche, als Anstifter und Zeichensetzer hat er im underground Dlands (und darüber hinaus) deutliche Spuren hinterlassen. Diesen Spuren widmet sich der Feuilleton-Chef der Jungen Welt, der eigentlich nur der sideman für Hilsbergs Autobiografie sein sollte, aber dann kam einmal mehr alles anders. Von Hilsbergs Jugend in Wolfsburg über die radikalen Zeiten in der Sozialistischen Film Coop, die ideologischen und ästhetischen Grabenkämpfe der 70er bis in die Goldenen ZickZack-Zeiten der frühen 80er (unter ganz(!) vielen anderen: Neubauten, Doris und FSK). Dann der Niedergang, die Rettung durch Blumfeld und die komplizierten "00er Jahre" - Meueler reist mit uns durch die Zeiten. Sein Text ist faktenreich und durch etliche "O-Töne" diverser Szenehelden untersetzt, aber dennoch sehr zerrissen, ohne erkennbares Konzept und manchmal sogar wirr. Was aber auch am unorthodoxen Leben des Alfred Hilsberg liegen kann. ZickZack! Für an der Historie deutscher Popmusik jenseits des Mainstreams Interessierte gehört dieses Buch trotzdem ab sofort zum Kanon.

Weitere Infos: www.randomhouse.de/Buch/Das-ZickZack-Prinzip/Christof-Meueler/e325833.rhd
© 01. August 2016  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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