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ALEXANDER KÜHNE - Düsterbusch City Lights

 
Heyne Hardcore, 384 S., 14,99 EUR
Das Buch ist ein Roman und doch eine Autobiografie. Denn natürlich ist der Held Anton Kummer das alter ego des Autors, wie jener findet er in der DDR-Provinz sein Glück weder in der elternseits herbeigesehnten Funktionärskarriere noch unter den gerade in der Provinz auch in den 80ern noch allgegenwärtigen Bluesfans. Anton hat einem Kumpel nämlich eine Bowie-Platte abgekauft (dank Westtante Klara waren die 20 D-Mark nicht das Problem) und die öffnet ihm die Augen, noch mehr die Ohren. Um die Story abzukürzen: Anton installiert in seinem von Tagebauen eingeschlossenen Kaff einen Jugendclub (die FDJ darf helfen) und dort spielen die Bands, die im Osten als "underground" gelten. Punk, New Wave oder Krach, Hauptsache "anders". Zwar gibt’s einige Frauengeschichten (schließlich ist das ein "coming of age"-Roman), aber entscheidend bleibt der hier selbst mit 30 Jahren Abstand aus jeder Zeile sprechende Wunsch, dem Provinzmief etwas entgegenzusetzen. Mit seinem "Club Extrem" in Lugau hat Alex Kühne Wesentliches für die DDR-Szene geleistet, mit diesem Buch erinnert er nun sehr unterhaltsam an diese Zeit. Ein großer Tip, gerade auch für Spät- oder West-Geborene!

Weitere Infos: www.heyne-hardcore.de
© 01. Juli 2016  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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