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MICHAIL BULGAKOW - Die verfluchten Eier

 
dtv, 141 S., 9,90 EUR
Alexander Nitzbergs Neuübersetzung des dystopischen Kurzromans ist nun auch für den schmaleren Geldbeutel zugänglich, denn dtv übernahm die Galiani-Ausgabe in sein Programm. 1925 entstanden, beschreibt die im Jahre 1928 spielende Geschichte, wie die trotzt enormer Fortschritte auf dem Weg in den Schlaraffenland-Kommunismus doch noch mit irdischen Widrigkeiten, insbesondere einer sonderbaren, alle Hühner des Landes dahinraffenden Seuche, kämpfende Sowjetmacht sich die zufällige Erfindung des "inspiriert"-kauzigen Zoologieprofessors Pfirsichow (wie viele andere in diesem Buch ein klug gewählter und sensibel übersetzter "sprechender Name") zu Nutze zu machen sucht. Der Versuch endet, vordergründig wegen einer banalen bürokratischen Verwechslung, tatsächlich aber wegen der Ungeduld und dem vorauseilend gehorsamen Übereifer des Leiters der frisch gegründeten Mustersowchose "Roter Strahl", beinahe mit der Machtübernahme durch mutierte Krokodile und Riesenstrauße. Nur ein Frosteinbruch mitten im August rettet Moskau und den Rest des Landes. Der SprachExpressionismus ("Die Sonne war jetzt ganz eklatant.") besteht auch nach fast 100 Jahren und das Nachwort des Übersetzers lenkt den Blick des Lesers auf weitere Feinheiten.

Weitere Infos: www.dtv.de
© 01. Juni 2016  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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