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ANDRÉ HERRMANN - Klassenkampf

 
Voland & Quist, 383 S., 19,90 EUR
Wie viele der V&Q-Autoren entstammt auch Herr Herrmann der Lesebühnenszene (in seiner Heimatstadt Leipzig ist er Mitbegründer vom "Schkeuditzer Kreuz"), in welcher er einige Passagen dieses Buchs wohl auch schon angetestet und geschliffen hat. Es geht um die alljährlichen Ehemaligentreffen der Abiturklasse des Autors in einem anhaltinischen Provinznest. Der feste Vorsatz, bei jenen Hochämtern der Selbstdarstellung und der weinerlichen "Ach, damals!"-Endlosschleifen mit Abwesenheit zu glänzen, wird natürlich Jahr für Jahr gebrochen. Melissa hat jedes Mal ein neues Kind, Enno ein neues Mobilfunkendgerät, Luisa einen neuen, noch seltsameren Job. Sebastian verrät seine Punk-Ideale immer noch ein bisschen mehr, einzig auf Maik und seinen Stimmungsschlagring ist Verlass. Protagonist Herrmann ist der einzige unter diesen Irren, der ein gesundes Misanthropentum zelebriert, aber selbst das gerät gegen Ende ins Wanken. Poetry-Slammer können lustig-flockig schreiben, da ist "Klassenkampf" keine Ausnahme und auch die "Ich-Erzähler"-Posistion ist die übliche. Aber dass dieser Text autobiografisch ist, stimmt ganz sicher nicht. Oder doch?

Weitere Infos: www.voland-quist.de
© 01. September 2015  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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