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RACHEL KUSHNER - Flammenwerfer

 
(560 Seiten, Reinbek 2015, Rowohlt)
New York in den 1970er Jahren – Reno, eine junge Frau kommt aus der Provinz in die Stadt. Ihr Kunststudium hat sie beendet. Und nun ist sie hin und hergerissen zwischen der Möglichkeit selbst als Künstlerin zu reüssieren und der Möglichkeit, dass das Leben unter Künstlern, Freaks, Galeristen und Sammlern bereits ein grandioses Kunstwerk ist. Und die Protagonistin fährt ein schnelles Motorrad. Damit unterstreicht die Autorin die Geschwindigkeit, die über die gesamten 556 Seiten nie abstoppt. Egal, ob es um die (einseitige) Liebe zu dem italienischen Künstler Sandro Valera geht oder um eine Tour de force durch die Revolte der italienischen Roten Brigaden bei einem Besuch in Rom. Oder als die Hauptdarstellerin eher aus Versehen zur schnellsten Frau der Welt wird. Nicht nur dabei bricht die Protagonistin in eine Männerwelt ein. Und die gibt den Takt der Geschwindigkeit an und hören einfach nicht auf zu reden. Frauen hören zu. Reno auch. Aber nicht immer. Das macht sie schon mal anders, als die vielen Reservefrauen, die sich die Männer an der kurzen oder der langen Leine halten. Ob Reno es dann doch noch schafft, selber eigenständige Künstlerin zu werden? Der Roman erzählt das nicht. Ist auch nicht so wichtig. So rasant war dennoch seit langem keine Prosa mehr.
© 01. Juli 2015  WESTZEIT ||| Text: Franz X.A. Zipperer
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