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PHILIPP OEHMKE - Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm

 
(384 Seiten, Reinbek 2014, Rowohlt)
Mit der Biografie zieht die über mehrere Jahrzehnte erfolgreiche Kultband umfassend Bilanz. Es werden interessante Anekdoten erzählt. Man erfährt viel über die Entwicklung der Band. Über größenwahnsinnig erscheinende Aktionen, wie etwa die Tatsache, dass sie ihre erste Platte, „Opelgang“ unbedingt in einer Auflage von 20.000 pressen lassen wollten. So viele Alben hatte in Deutschland bisher keine Punkband verkauft. Das seltsame Spiel zwischen Untergrund und Mainstream beginnt bei den Düsseldorfern schon recht früh. Vielleicht hat Campino schon damals insgeheim davon geträumt, große Kultur zu machen. Als Mitglied des Ensembles von Klaus Maria Brandauers „Dreigroschenoper“ hat er es in der Rolle des Mackie Messer endlich geschafft. Leider ist das Buch voller Koketterie, die einem das Lesen vermiest. In Zusammenhang mit Buchpassagen über Alkohol-, Speed-, Ecstasy- und Heroin-Eskapaden, lässt sich Gitarrist Kuddel mit den Worten zitieren: „Ich hoffe, dass zumindest meine Familie, insbesondere meine Kinder und die Polizei, diese Biografie nie zu Gesicht bekommen.“ Der Text wird dann noch auf den Umschlag gepackt! Sorry, aber geht’s noch?
P.S.: Wer laufende Bilder braucht, dem sei die wunderbare DVD „Nichts, als die Wahrheit - 30 Jahre Die Toten Hosen“ von Eric Fiedler ans Herz gelegt.
© 01. Februar 2015  WESTZEIT ||| Text: Franz X.A. Zipperer
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