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HANNES HOFBAUER - Die Diktatur des Kapitals

Promedia Verlag, 240 S., 17,90 EUR
Irgendwie sind die meisten von uns ja dagegen. Und machen in mehr oder minder distanzierter Form doch mit. Wir sind Teil des Systems, wir sind die Matrix. Soviel Platitude zum Einstieg. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten zur Rekalibrierung der eigenen Weltsicht, etwa diesen Band zum nicht zu leugnenden, von der glitzernden Facebook-Shoppingmall-Mario-Barth-Fasssade nur dürftig kaschierten "Souveränitätsverlust im postdemokratischen Zeitalter". Hofbauer publizierte zwar einen Teil der Texte bereits an anderer Stelle (wegen der auftretenden Redundanzen und stilistischen Unterschiede ist das ein kleines Manko), der Bogen von (etwas billiger) EU-Kritik über (theoretisch unterfütterte) Wahlverweigerung zur Analyse des sehr interessengebundenen Wirkens der Machtstrukturen von Transatlantischer Brücke bis IWF gelingt ihm dennoch. Man muß dem Mann nicht in allen Punkten folgen, von Sätzen wie "Ich-Marken-Bildung und Transparenzzwang sind wesentliche Grundlagen der Kontrollgesellschaft" kann man trotzdem länger zehren.
© 01. Februar 2015  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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