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MARC-UWE KLING - Die Känguru-Offenbarung

 
Ullstein, 399 S., 9,99 EUR
"Der Känguru-Chroniken dritter Teil" - die gesammelten Werke des mit dem inzwischen weltweit wohlbekannten anarcho-syndikalistischen Beuteltier zusammenlebenden Kleinkünstlers sind um einen weiteren Band angewachsen und dass selbst mein Rezensionsexemplar schon aus der zweiten Auflage stammt, spricht für einen zumindest kommerziellen Erfolg. Der Sticker "Spiegel Bestseller" stärkt mein Vertrauen da nicht wirklich. Natürlich gönne ich dem Ex(?)-Slampoeten Kling seinen Triumph und auch alle damit verbundenen finanziellen Annehmlichkeiten, jedoch war ich skeptisch, ob sich seine in allerhand Lustigkeiten verpackte Kapitalismuskritik nicht doch verwässert, ob die Gags inzwischen nicht doch vorhersehbar sind, ob der fette Pinguin als neoliberales Feinbild weiter funktioniert. Und ob Gott (auch Mitglied des beständig Anti-Terror-Anschläge verübenden "Asozialen Netzwerks" und die heimlich Angebetete des Kleinkünstlers) das alles überlebt. Was soll ich sagen - es ist alles gut gegangen, die "Jugend" kann weiter lachend Gesellschaftskritik studieren. Die 75 Seiten Anschlag-Ideen im Anhang haben trotzdem den Charakter von Füllstoff.

Weitere Infos: www.marcuwekling.de
© 01. Mai 2014  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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