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DAVID BUCKLEY - KRAFTWERK – Die unautorisierte Biographie

(Metrolit Verlag; 400 Seiten; 24,95 Euro)
Im deutschen Herbst der 70er, als die gesamte Republik über Baader-Meinhof/RAF diskutierte, stiegen 4 Düsseldorfer Musiker zu internationalen Megastars auf, ohne das sie das Hauptthema im eigenen Land thematisierten, ohne, dass dieser Superstarstatus in Heimatland wirklich wahrgenommen wurde. Und doch: KRAFTWERK ist die Formation, die in den USA, England etc wohl immer noch die bekannteste deutsche Formation ist. Rammstein kennen weniger, Nena wenige, Grönemeyer kaum jemand. Obwohl Buckleys Buch sich sehr nah an der Chronistenperspektive entlang hangelt, ist ihm ein Werk gelungen, das sehr viele spannende Momente in sich birgt. Gerade in den Momenten, wo er etwas vom roten Faden abgleitet, ins Erzählen von Randgeschichten verfällt. So wie jene, das „Kraftwerke“ (Alben) dem völlig entgegen standen, was die hiesige Republik interessierte. Aus der Zeit gefallen, sozusagen. Doch gerade das manifestierte gerade den zeitlosen Anspruch der Kraftwerkschen Musik. Ein großer Pluspunkt: Buckley bewegte die beiden Ex-Kraftwerker Bartos und Flür, die die „goldene Zeit“ der damals als „Roboter-Quartett“ operierender Formation mit gestalteten, zu Statements. Auch Ex-Kraftwerker Rother (spielte in der Pre-Roboterzeit noch in der „langhaarigen“ Variante Gitarre) wird zitiert. Somit ist das Buch nicht ganz unautorisiert...

Weitere Infos: www.metrolit.de
© 01. Februar 2014  WESTZEIT ||| Text: Ralf G. Poppe
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