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ROBERT PARIS - Entschwundene Stadt - Berlin 1980-1989

 
Mitteldeutscher Verlag, 128 S., 24,95 EUR
Seine fotografische Fingerfertigkeit hat Robert Paris seiner Mutter, der großartigen Helga Paris, zu verdanken. Und einen gewissen Freiraum, sowohl was den geistigen wie auch den ganz praktischen Bewegungshorizont in den DDR-80ern angeht sicher genauso. Wie viele andere durchstreifte RP die bröckelnde Ost-Hauptstadt auf der Suche nach Sinn, Orientierung und natürlich revolutionärem Spaß. Dabei knipste er nicht nur Parties und Freunde, sondern auch und vor allem seine geliebte Heimatstadt. Zu dieser Zeit gab es zumindest im Osten noch diverse Reste des alten Berlin; wer wollte, konnte unter herabfallendem Putz und 40 Jahre alten Häuserkampfspuren das Herz der Weltstadt erahnen, meist kurz bevor Plattenbau- bzw. später Konsumtempelwahn für zügigen Abriß sorgten. Aber auch die Tristesse des grauen Ostens entsteigt den in diesem Band bestens reproduzierten SW-Fotos. Und eine ungewöhnliche große Einsamkeit, die auch Annett Gröschner in ihrem Begleittext aufgreift. Einsamkeit, wie sie der straßenstaubbindendes Wasser sprühende LKW ausstrahlt, fotografiert 1989 vom Wasserturm in der Rykestraße aus.

Weitere Infos: www.mitteldeutscherverlag.de
© 01. Juli 2013  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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