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MARTIN FELDER - Meine Nachbarin, der Künstler, die Blumen und der Revolutionär

Salis Verlag, 265 S., 24,90 EUR
Wenn das so weitergeht, gerate ich in Verdacht, Werbeschreiberhonorar von Salis zu kassieren. Aber was André Gstettenhofer und die seinen da von Zürich aus in die Welt schicken, ist so frisch, unterhaltsam und grenzensprengend, dass man das nächste Halbjahresprogramm kaum abwarten kann. Hier nun ein Buch, das sich als Roman ausgibt. Und Felders Text erzählt auch, großzügig betrachtet, durchaus romanhaft eine Geschichte. Die handelt von einer Nachbarin, einem Künstler und einem Revolutionär. Ach ja, und von Blumen auch. Wobei niemand erfährt, wie der Künstler heißt. Oder der Revolutionär oder die Nachbarin, geschweige denn der Erzähler. Berlin und Hamburg lassen sich als Stationen der suchenden Reise aus der Schweiz erahnen, Paris dann auch. Ein Roman also. Dabei steht auf mancher Seite nur ein, dann oft auch noch ziemlich kurzer Satz. Man (Felder?) sendet fein beobachtete Alltagsszenen als literarische Ideen via SMS. Viele davon haben das Zeug zum T-Shirt-Bedrucken. Oder zur Aufnahme in spätere Aphorismensammlungen. Absurd-real, kompakt-zersplittert sind keine Widersprüche, nicht in diesem Buch.

Weitere Infos: www.salisverlag.com
© 01. Juli 2013  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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