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KERSTIN DECKER - Nietzsche und Wagner - Geschichte einer Haßliebe

 
Propyläen, 415 S., 19,99 EUR
Die wundervolle Biografin zieht mit gewohnt leichter Hand und ohne Angst vor mutigen Urteilen die Bilanz der unheilvoll-fruchtbaren Beziehung dieser beiden ambivalenten sächsischen Titanen. Der größenwahnsinnige Revolutionär mit einschlägigen Erfahrungen in musikalischer (Tristanakkord) wie gesellschaftlicher Praxis (Dresden 1849) gewährt dem eine Generation jüngeren angehenden Weltenzertrümmerer gnädig Audienz, macht ihn schnell zu einem seiner engsten (Geistes)Freunde, um ihn schießlich tödlich zu beleidigen (dabei ging es natürlich um Sex). Decker glänzt einmal mehr mit tiefer Sachkenntnis und großartigen Bonmots: "Der Staat ist die bevorzugte Organisationsform der Nichttänzer." oder "Wer alles glaubt, was ein Autor ihm sagt, ist ein schlechter Leser." Witz und Ironie prägen neben unterhaltsamer Wissenvermittlung Decker-Texte schließlich schon immer.

Weitere Infos: www.ullsteinbuchverlage.de/propylaen/buch.php?id=42189&page=termine
© 01. Mai 2013  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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