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CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - Ich weiß, ich war's

 
(Kiepenheuer & Witsch, 304 Seiten, 19,99 Euro)
„Ich weiß, ich war's“ klingt wie das Eingeständnis eines Schuldigen, der Schuld übernimmt, ohne tatsächlich schuldig zu sein. Der kurze Satz suggeriert vorauseilenden Gehorsam und verspricht, keine Diskussion um das Gegenteil seiner Aussagen zu führen. So wäre es wahrscheinlich, wenn nicht der Sprecher dieses Satzes Christoph Schlingensief heißen würde. Der 2010 in Berlin an den Folgen einer Krebserkrankung gestorbene Autor, Regisseur, Filmemacher und Aktionskünstler archivierte nach seinem Krebstagebuch „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein“ seine Gedanken über Kindheit, Kunst und Karriere (?) in einem von seiner Frau Aino Laberenz herausgegebenen Buch offen und kämpferisch. Viele Stationen seines bewegten Künstlerlebens wie die in Wien durchgeführte Aktion „Ausländer raus!“ oder seine Inszenierung des „Parsifal“ in Bayreuth zeigen ein Abbild der jeweiligen gesellschaftlichen Zeitzustände. Und einen sensibel gestrickten Künstler, der ein Operndorf in Burkina Faso aus dem Boden stampfte und mit teilweise ekligen Filmen dem deutschen Mythos auf die Schliche kam.
© 01. Februar 2013  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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