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Tony Iommi (mit T.J. Lammers) - IRON MAN: VON BLACK SABBATH BIS HEAVEN & HELL

 
(385 Seiten Höfen 2012, Hannibal)
„Ohne Tony würde der Heavy Metal nicht existieren.“ Ein deutliches
Statement von Eddie van Halen. Auch Metallica- Frontmann James Hetfield und Queens Brian May lassen in ihren Äußerungen zum Black Sabbath-Gitarrist gleiches verlauten. Anthony Frank Iommi, wie er mit vollem Namen heißt, erblickt 1948 als Sohn italienischer Immigranten in Birmingham das Licht der Welt. In 90(!) verdammt kurzen Kapiteln erzählt er T.J. Lammers sein Leben. Mal mehr und mal weniger humorvoll, mal todlangweilig und mal total überflüssiges Zeug. Doch wenn man sich dazu entschließt, ab und zu einfach quer zu lesen, bleibt man automatisch an den wichtigen Zeilen hängen. Erfährt von ärmlichen Verhältnissen, erfolglosen Bands und vom Unfall in der Metallfabrik, der Tony Iommi Teile des Mittel- und des Ringfingers kostet, und die anschließende Motivation weiterzumachen, die er aus der Kunstfertigkeit des ebenfalls fingerverletzten Django Reinhardt zieht. Spannend wird es, wenn er erzählt, wie er als Linkshänder keinen Gitarrenbauer findet, der auf seine Bedürfnisse eingehen kann, wie er die Fingerkuppen ersetzt, wie er sich abmüht, möglichst dünne Saiten zu finden und schließlich stimmt er die Gitarre um drei Halbtöne herab, damit die Saiten weniger gespannt sind. Der Black Sabbath-Klang ist geboren, als die Band noch The Polka Tulk Blues Band heißt. Dann dreht sich das Karussell schnell und schneller: Black Sabbath deutet sich an, Jethro Tull werben Tony Iommi für einen Gig ab, Rückkehr und Erfolg mit Black Sabbath, Drogen, Ozzys Ausstieg und, und, und. Wäre das Buch ein wenig dünner, hätte es mehr Tempo und mehr Witz. Und das hätte eine Menge Lesequälerei erspart.
© 01. September 2012  WESTZEIT ||| Text: Franz X.A. Zipperer
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