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BENEDIKT GEULEN/PETER GRAF/MARCUS SEIBERT - Das Herz auf der Haut

 
(Mare, 368 Seiten, 24,90 Euro)
Unter die Haut geht so einiges beim Menschen. Auf sie auch. Ein Sammelband befasst sich literarisch mit der Verschönerung (!) menschlicher Haut, die als Leinwand die Grundlage für ausschweifenden Körperschmuck dient. Das Tattoo ist längst ein gesellschaftsfähiges Statussymbol geworden, einem T-Shirt ähnlich, auf dem Botschaften, Meinungen oder einfach nur Sprüche in die Öffentlichkeit gebracht werden. Ideen und ihre Ausführung offenbaren sich diskret oder aufdringlich sichtbar. Die Literatur befasst sich nahezu seit Menschengedenken mit dieser punktgenauen Stecherei, von Ray Bradbury bis Frank Schulz, Sylvia Plath bis Franziska Gerstenberg. Der japanische Schriftsteller Junichiro Tanizaki betitelte sogar sein erstes Buch „Tätowierung“, in dem einer jungen Frau eine Spinne auf den Rücken tätowiert wird. Das einst den Matrosen vorbehaltene Markenzeichen faszinierte genauso Herman Melville, Egon Erwin Kisch und Wolfgang Hildesheimer, die in vielen Facetten sich dem bunten Treiben auf der Haut widmeten.
© 01. April 2012  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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