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COLIN IRWIN - Bob Dylan - Highway 61 Revisited

 
(Edel:Rockbuch, 336 Seiten, 19,95 Euro)
Eines der stärksten Motive aus Bob Dylans „Highway 61 Revisited“-Song entnahm der Sänger der Bibel. Wo im Alten Testament der israelitische Stammesvater Abraham von Gott auf eine harte Probe gestellt wird – er soll seinen einzigen Sohn Isaak opfern, um seinen Glauben zu untermauern -, verlegt Dylan das schier Unmögliche auf den Highway 61, der über zweitausend Kilometer lang ist und von New Orleans zur kanadischen Grenze führt. In Duluth in Minnesota kam Bob Dylan zur Welt, 1941, um vierundzwanzig Jahre später, 1965, eine Explosion im Rock- Folkmusikumfeld zu zünden. Der britische Musikjournalist Colin Irwin zeichnet in seinem mit Daten und Fakten gespickten Buch die Geschichte dieses Albums nach, das das damalige Dylan-Universum in zwei Lager spaltete. Die Befürworter seines aus den Wurzeln der amerikanischen Folkbewegung kommenden Protestsongimages standen den Anhängern des „elektrischen“ Rock&Rollers Dylan gegenüber – fast unversöhnlich. In Irwins Buch wird dieses Kapitel lebendig, er spürt Dylans Wurzeln nach und stellt dessen Musik in den Kontext der Zeit. „Highway 61 Revisited“ machte Bob Dylan zum Rock-Messias, dem es erlaubt war, mit Bibelmotiven den Zustand der damaligen Gegenwart zu beleuchten.
© 01. November 2010  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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