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BORIS SAWINKOW - Das schwarze Pferd

 
dtv, 267 S., 11,90 EUR
Im letzten Jahr erschien dieses Buch in feiner Ausstattung bei Galiani erstmals auf Deutsch, übersetzt natürlich vom großartigen Alexander Nitzberg. Diese Ausgabe haben wir verschlafen, aber wie schon bei "Das fahle Pferd" (s. WZ 11/17) folgt recht schnell das Taschenbuch bei dtv. Wieder schildert der endlich dem Vergessen entrissene Autor in Tagebucheinträgen seine Erlebnisse im russischen Bürgerkrieg, der Text schließt nicht nur formal, sondern auch inhaltlich an die Berichte aus der Revolutionszeit im "Fahlen Pferd" an. Grausamkeit und Vaterland, Liebe und Verrat, Ignoranz und Fanatismus wechseln einander im wilden Stakkato der Ereignisse ab, die Sprache ist mal brutal und kalt, mal nachdenklich und in manchen Naturschilderungen beinahe schwärmerisch. Rational kann der Kommandeur der Grünen Garde seinen Kriegszug kaum rechtfertigen, sein Agens liegt tiefer, im diffusen Glauben an einen Kampf für die russische Heimat. "Wir planten eine Revolution, aber ekelten uns vor dem Blut" – stellt der Romanheld als alter ego des praktizierenden Attentäters Sawinkow fest. Das umfangreiche Dossier im Anhang klärt diesen scheinbaren Widerspruch auch biografisch auf.

Weitere Infos: www.dtv.de
© 01. September 2018  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla ||| Datenschutz
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