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POP(PE)´S TÖNENDE WUNDERWELT

Diverse

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Freundschaft ist etwas Unbezahlbares! Die norwegischen Fast-Stoner-Rocker von FRIENDSHIP haben es nun jedoch geschafft, mit ihrem selbstbetiteltem Debutalbum (Kozmik Artifactz / Noisolution) gute Freundschaft günstig zum Verkauf anzubieten: Wild orgelnd, spielt sich das Trio, bei dem der Schlagzeuger singt, unterstützt von einer Mega-Trompete, durch 11 in der Tradition der Siebziger gehaltenen Glam-Funk-Bobb´n-Roll-Rocker. Lasst es krachen! *****
Mit eher besinnlichen Klängen hat ALEXANDER DUREFELT Schwedens Wälder verlassen, um der Welt „In the Grace Of Woods“ (Daughters & Sons / Cargo) zu Füssen zu legen. Einer Welt, die nach Neil Young und Arcade Fire auf neue Country-/Americana-Sounds mit melancholischen Einflüssen wartet. Sehr stimmungsvoll! ****
NIILA ist ein junger finnischer Singer-Songwriter, der mit „Gratitude“ (Universal) eine CD vorlegt, die durch pfiffigen Pop besticht. Von englischen Inspirationen bis hin zu Michael Jackson ist sehr viel populäre Kultur neu vertont worden. ****
Alternativer Grunge-Pop mit ungewöhnlichen, psychedelischen Sounds und tollen Drums / Percussions, kommt via „Propeller“ (Popup-Records) von der CARNIVAL YOUTH aus Lettland herüber. 11 Songs = ein wilder Mix aus Experimentierfreude und Gitarrenpop. ****
In Schottland gibt man sich sparsamer: Die MULL HISTORICAL SOCIETY um Projektkopf Colin MacIntyre erschuf auf „Dear Satellite“ (Xtra Mile Recordings / Indigo) sparsam instrumentierten Gute-Laune-Pop, der sich in kleine, klingende Song-Perlen verwandelt... ***
Der Süd-Londoner TELEMAN stellt sein zweites Album „Brilliant Sanity“ (Moshi Moshi / PIAS / Cooperative) subjektiv einerseits in den Sound der Siebziger, um ihn andererseits mit in den End-Neunzigern bel(i)ebten Alternativen zu konterkarieren. Dazu kommt ein stetes Blubbern... Ein origineller Mix! ***
LILY WOOD & THE PRICK veröffentlichen mit „Shadows“ (Choke Industrie / Soulfood) bereits ihren dritten Longplayer. Das Pariser Folk-Duo mischt Elektronik mit Balladeskem. Sanfte Drum & Bass-Variationen unterstützen den Wunsch, tanzen zu wollen. ***
Das Hamburger Trio LIEDFETT möchte seine Karriere „Laufenlassen“ (Ferryhouse / Warner). Wo das Debut vor gut 2,5 Jahren noch überzeugte, schleichen sich diesmal leichte Zweifel ein, wenn es z.B. um Mitgröhl-Tracks der „Alkoholiker“ geht. Im Schützenfest-Takt wechseln sich schneller und ruhiger Rhythmus ab, während hiphoppend Zaubersprüche kommuniziert werden. **
„So lange wir noch funktionieren“ (Unter Schafen Records / Alive) tönen die zum Quartett angewachsenen Neu-Kölner von ASTAIRRE mit brummenden Bässen im Punk, und sie legen eine ungemeine Wut in ihre Drums. Scheinbar verwurzelt im 80er Deutsch-Punk, (nicht) erzogen von 68er Eltern, kracht es hier, dass es eine Freude ist. Im Sommer erscheinen die „Ehrenfeld Sessions“ von Astairre – ein Film, in dem die kölschen Jungs u.a. mit den WZ-Coverboys von AnnenMayKantereit zu Wort kommen! ***
Der Österreicher JULIAN LE PLAY kommt als lyrischer Barde mit einer schar „Zugvögel“ (Universal) daher, die in ruhigen Momenten an den Geschichtenerzähler-Pop einiger großer deutscher Sänger erinnern. Poesie und Gefühl sind scheinbar das Thema der CD. Was subjektiv betrachtet, leider durch zuviel Gefühlsduselei, manchmal etwas antiquiert wirkt. VÖ: 22.04. ***
Die südafrikanische Formation JEREMY LOOPS debutiert mit „Trading Change“ (Jeremy Loop / Kartel), einem feinen Shuffle, der Rap mit Fiddle- bzw. Südsee-Fantasien aneinanderrückt, eine Verbindung von afrikanischem Pop zu irischer Folklore hinbekommt. ***
RADICAL FACE vollenden mit „The Family Tree: The Leaves“ (Nettwerk / Soulfood) ihren Familien-Stammbaum-Trilogie. Nach „TFL: The Roots“ und „TFL: The Branches“ hat der in Florida geborene Ben Cooper seine verloren gegangenen Romane in einer Singer-Songwriter-Tradition, die latent scheinbar sowohl Conor Oberst als auch Simon & Garfunkel involviert, akustisch neu belebt. Dieses Werk verströmt magische Fähigkeiten, durch die man (klingende) Geister (förmlich) sehen kann! *****
Ebenfalls aus den USA kommt SETH BOGART, der sein selbstbetiteltes Debut (Burger Records / Red Eye) ganz dem Plastik-Pop verschrieben hat. Computer-Sounds erinnern an Billig-Disco, Singstimmen sind zu Mickey-Mouse-Stimmen verzerrt. Schade, das – da helfen auch Gäste wie die fabelhafte Kathleen Hanna, Chela und Jeremiah Nadya nicht (mehr) weiter. *
Die SCHOOL OF SEVEN BELLS verabschiedet sich mit „SVIIB“ (Full Time Hobby / Rough Trade) nicht nurvon sich selbst, sondern auch von ihrem Gitarristen Benjamin Curtis (2010 mit Michael Rothers Hallogallo 2010 on tour) , der am 29.12.13 verstarb. 2014 wurde Curtis´ 2012er Material von Alejandra Deheza mit Justin Meldal-Johnson fertig gestellt. Druckvoller Pop und dröhnende Indie-Sounds schimmern sphärisch zurück in eine Vergangenheit, die ihren Ursprung wahrscheinlich im englischen Synthesizer-Pop von Tubeway Army oder Human League begann. R.I.P., Ben! ****

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