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WAKE THE TOWN - V.A.

Bob Marleys Erstgeborener, ZIGGY MARLEY, bringt mit „In Concert“ (Tuff Gong Worldwide) seine 2012 World Tour in euer Wohnzimmer. Das Konzert beginnt mit „Higher Vibrations“ feierlich gesetzt, dreht dann aber richtig auf. Die großen Schuhe seines Vaters im Roots Rock Reggae passen auch Ziggy gut. Perfekt inszeniert kommen die Songs seiner aktuellen Alben mit aussagekräftigen Texten beim Publikum gut an. Dazu gibt es natürlich bei „Justice-War“ ein Highlight und bei „Is This Love“ ein hochkarätiges Marley-Original. Gemixt und gemastert natürlich von Errol Brown ist dies ein äußerst gelungener Starter für das neue Jahr.
Das gilt auch für das neue Album von BERES HAMMOND „One Love, One Life“ (VP Records), das mit 20 Tracks gleich als Doppel-CD erscheint. Romantischer Lovers-Reggae ist natürlich angesagt, da kann man sich die kreischenden Ladies in Jamaika lebhaft vorstellen. Dazu gehört auch Dancehall-Expertin Yamo, die die die Doppel-CD mit einem bestimmten „A fi mi dat“ direkt einkassiert. Widerspruch zwecklos.
Mein Favorit ist ohnehin COCOA TEA „In A Di Red“ (VP Records). Der Opener im momentan in Jamaika angesagten Reggae-Pop-Stil ist gewöhnungsbedürftig, danach geht es allerdings richtig los. „We need press freedom“ ist ein Credo, das wir sofort unterschreiben. Da gehen beide Daumen hoch, die „sweet voice“ zeigt sich in bester Form. Unterhaltsam, anspruchsvoll und tanzbar liefert das Album genug Hits, zu denen auch „Trickster“ feat. Lady G gehört. Wicked!
Aus der Serie „Reggae Anthology“ von VP Records gibt es dazu die geschmackvolle Doppel-CD „Sweet Reggae Music“, die das Frühwerk von 1979 bis 1984 von BARRINGTON LEVY beleuchtet. Die erste CD bietet 20 big Tunes, die von Henry „Junjo“ Lawes mit den Roots Radics produziert den Weg in die Dancehall ebneten. Die zweite CD knüpft dort nahtlos an und bietet fette Hits um den „Prison Oval Rock“ oder das unsterbliche „Under Mi Sensi“.
Für die Fans von anspruchsvollem Dub gibt es „Evolution Of Dub Volume 7- Creationist Rebel“ (VP Records), eine Box mit 4 CDs des Produzenten WINSTON EDWARDS. Edwards hatte in den frühen 70er Jahren beste Kontakte zur Musikerszene in Kingston und war besonders mit Lee Perry befreundet. 1975 veröffentlichte er in England „Natty Locks Dub“ (CD1), eine interessante instrumentelle Platte zwischen Reggae und Jazz mit viel Saxophon, die in Lee Perrys und Joe Gibbs Studio eingespielt wurde, aber von King Tubby gemixt wurde. CD 2 ist die legendäre „King Tubby Meets The Upsetter At The Grass Roots Of Dub“, das je zur Hälfte von Tubby und Perry gemixt wurde. Dazu gibt es noch „King Tubby Surrounded By The Dreads At The National Arena“ und die besonders raffiniert gemixte „Dub Conference“, die von Dennis Bowell ausgezeichnet verarbeitet wurde.
Modernen Dubstep liefert das Debüt von ILLBILLY HITEC „Reggaetronics“ (Echo Beach). Die sind in Berlin ungemein angesagt und arbeiten schon mit Seeed zusammen. Das Album überzeugt durch abwechslungsreiche schnelle Beats zwischen Jungle und Dubstep mit dem zu großer Form auflaufenden DJ Longfingah, sowie netten Überraschungen wie „Chant“ feat. Cecile. Clubtauglich, modern, angesagt.
Was in Jamaika angesagt ist, zeigen uns VP Records auf den führenden Compilations „Strictly The Best 46 und 47“. „Strictly The Best 46“, die Singers Edition, versammelt 13 angesagte Hits plus einer zweiten CD mit gestanden Hits aus den Archiven. Die gute Nachricht ist, dass Morgan Heritage wieder zurück sind. Ansonsten heißen die Helden Busy Signal, Etana, Gyptian und Jah Cure. Hört sich alles gut an, es dreht sich aber alles um Lovers. Mag sein, dass das nur Labelpolitik ist solche Tracks auszuwählen, aber mich kickt das nicht, da fehlt mir die revolutionäre Kraft einer Musik, die mal „message music“ war. „Strictly The Best 47“, die Dancehall Edition, stellt uns eine Menge neuer, junger Produzenten vor, die alle gerne eine gute Portion Popmusik in die Dancehallriddims mischen. Popcaan, I Octane und Mr. Vegas haben dabei nur Party machen und Girls im Kopf. Richtig gut gefällt dagegen „Rebel“ von Skandalnudel Danielle „DI“ oder Newcomer Tommy Lee Sprada, der gleich mit 3 Songs ausführlich gefeatured wird. Intelligent und aussagekräftig bringt er mit gesellschaftskritischen Texten gegen die, die sich gerne auf Kosten anderer profilieren, frischen Wind in die Dancehall.

>>>Reggae/Dub>>>
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© 01. Februar 2013  WESTZEIT ||| Text: Paul Mulders ||| Datenschutz
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