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WAKE THE TOWN - Reggae/Dub

 
Aus Kingston erreicht uns das Debüt von KONSHENS. “Mental Maintenance” (VP Records) vereint 17 Tracks des talentierten Singjays von Reggae im One drop Style bis zum Dancehall. Angenehm entspannt beginnt das Album mit Tracks wie dem positiv reflektierten „World Citizen“. Hitverdächtig ist „Sinple Song“, die groovig eingängige Version des Set It Off Riddims. Daneben gibt es gelungene Versionen gestandener Hits wie „Rasta Imposter Remix“ mit Tarrus Riley und Sizzla, die den Spagat zwischen tanzbaren Grooves und anspruchsvoller Unterhaltung gelungen gestalten. Konshens schafft es mit sinnvollen Texten die Massiv anzusprechen und dieses auch in der Qualität der Musik zu transportieren. In der kreativen Vielfältigkeit des Albums gefällt besonders „No More Tears“ auf dem Rebellion Riddim aus dem Bereich Vintage Reggae. Insgesamt ist „Mental Maintenance“ ein super starkes Debüt mit Potential und Qualität.
Mit einer futuristischen Mischung aus Dancehall, Reggaeton und HipHop feierte GARRISON HAWK sein Debüt. In New York hat sich der Jamaikaner an der Seite von Hiphopper Tricky bereits ein Namen gemacht. Für sein erstes Album „Survive“ (M.O.D. Technologies) arbeite er mit Sly & Robbie und Producer Bill Laswell zusammen. Die lassen die Bässe mit Stil richtig krachen und schaffen schön downbeat eine Soundlandschaft der avantgardistischen Dancehall. Hypnotisch wirkt das tanzbare Vergnügen mit Tracks wie dem sozialkritischen „Murderer“ oder Gangsterlyrik mit HipHop-Appeal („Gangster For Life“). Dazwischen tauchen dann wunderbar meditative Songs wie „Survive“ mit dem Duo Teddy Afro and Giggi aus Äthiopien als kreative Symbiose der Genres auf.
Demokratie meint normalerweise die Herrschaft des Volkes und nicht ihrer Bürokraten, doch die aktuelle Europatour des kontroversen DJs SIZZLA findet in Deutschland nicht statt. Sein neues Album „Sizzla In Gambia“ (VP Records) wurde in Gambia und Jamaika produziert. Sizzla bezieht sich in Songs wie „Blackman Arise“ über einen Afrobeat auf seine afrikanischen Wurzeln und thematisiert in Tracks wie „Feed The Children“ oder „Too Much War“ typisch afrikanische Probleme, die ihre Wurzeln im Kolonialismus und der Ausbeutung Afrikas haben. Musikalisch ist es ein Album zwischen modern Roots und Afrobeats mit Ausflügen in den Dancehallbeat bei Tracks wie „Let It Grow“ mit Jesse Jendah.
JOSHUA MOSES liefert mit „Joshua To Jashwha – 30 Years In The Wilderness“ (Bristol Archive Records) ein ungewöhnliches Debüt ab. Die zwischen 1978 und 2003 in der anspruchsvollen Soundküche von Dennis Bowell in Bristol produzierten Songs erblicken nämlich hier zum ersten Mal das Licht der Welt. Sie sind aber tief inspirierte Werke eines enorm talentierten Sängers im besten Stil des Rootsreggae der 70er Jahre. Da hat die Reggaewelt bis heute ein wichtiges Kapitel übersehen, das jetzt von Bristol Archive Records präsentiert wird. Es bietet Riddims mit feinen Basslines mit allem was dazugehört von Bläsern bis Percussions. Viele der Songs wie „Africa“ kommen als technisch fein gemischte extended Mixe, während einige Livestücke wie „House Of Dread“ oder „Stick It Up“ von Bandqualität und Stimmung zeugen. Joshua Moses thematisiert die Gleichstellung der Menschen und die Kultur der Rastafari. Besonderer Tipp für die Freunde von anspruchsvollem Dubreggae!
Im Mai sind GROUNDATION in Europa auf Tour, um ihr neues Album „Building An Ark“ (Soulbeats Records/ Broken Silence) vorzustellen. Das Kollektiv aus Kalifornien um den ersten offiziell studierten Reggae-Magister der USA, Harrison Stafford, ist mittlerweile eine Institution von kompetentem Reggae. Dort schließt das neue Album mit ausgedehnten Versionen von Roots Reggae mit Jazzeinflüssen nahtlos an. High Quality ist hier Motto und schafft Atmosphäre. Die Texte von Harrison beschäftigen sich sanft kritisch und immer lösungsorientiert mit Gesellschaftskritik und Spiritualität. „Building An Ark“ ist vielleicht das bisher beste Album von Groundation.
TARRUS RILEY meldet sich mit „Mecoustic“ mit seinem unplugged Album zurück. Für die Produktion hat er sich viel Zeit genommen und wieder mit Dean Fraser und seiner seiner Black Soil Band zusammengearbeitet. Dabei stellt er bekannte Hits im sanften Stil mit reichlich Atmosphäre und wunderbaren Stimmen vor.
Ab sofort wird der Reggae um ein neues Genre erweitert. Skastep heißt der neue Stil, der von dem Berliner Produzenten Don Goliath erfunden wurde. Dubstep ist langsam, Skastep ist schnell und eine Fusion aus Dubstep, Ska, Electro und Dancehall. „Skastep To The World“ (Dubstep Division Recordings) von Don Goliath präsentiert den neuen Stil, den ihr in Zukunft in den Clubs hören werdet. Modern, innovativ und tanzbar sind die Songs, die hier von Busy Signal, Anthony B, Lexxus oder Fantan Mojah gevoiced werden.
Im Mai könnt ihr zudem die IRIE REVOLTES „Live“ (Warner Music Group) auf DVD plus CD erleben. Auf der Bühne setzen sie sich lobenswert gegen Krieg, Rassismus oder Homophobie ein. Im Dancehallstyle heizen sie der Massive in Mannheim mächtig ein. Die schwenken alles, als ginge es um ihr Leben. Diese Produktion setzt Maßstäbe: so wollen wir unsere Musik erleben!

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© 01. Mai 2012  WESTZEIT ||| Text: Paul Mulders
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