Raster-Noton/Kompakt Der Finne präsentiert mit "Vantaa" sein erstes Album für die Chemnitzer Electronica-Institution. Das überrascht, denn mit seinen zwischen Gefühl und Härte (bzw. Experiment und Geradlinigkeit) changierenden Rechnerbasteleien passt Vladislav Delay bestens in's dortige Portfolio, das dadurch sowohl geschärft wie geweitet wird. Mal zeichnet er mit wenigen, aber doch vieldeutigen Strichen ein zartes Klangaquarell, dann pumpt er und es wieder, als gelte es, jeden halbwegs für Experimente offenen Tanzsaal dieses Planeten zu erobern (das hypnotische "Lauma" ist da nicht das einzige Beispiel). Dennoch bildet die CD ein komplexes Ganzes, das - so platt es auch klingen mag - deutlich mehr ist, als die Summe seiner ohnehin schon wundervollen Teilstrukturen. *****
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