(Silken Tofu) Drone als Lebenseinstellung gibt es in dieser Form in Deutschland wahrscheinlich nur von Stefan Knappe und Martin Gitschel aus Bremen. Als Troum arbeiten sie immerhin schon seit 1997 zusammen. Ihr neuestes Werk auf dem belgischen Label Silken Tofu von Wim Pauwels zitiert ihr Liveprogramm von 2007. Das monolithische Dreiviertelstundenstück wurde neu eingespielt und das Ende wurde verändert. Troum schichten behutsam Bässe und Klangschalen, Stimmen und Chöre über-, neben- und ineinander und wenn der tribal groove einsetzt, ist man schon mittendrin, im Ozean der akustischen Halluzinationen. Gleich einem Ritual setzten Troum stets auf die Wirkung ihres Werkes, es geht ihnen somit nicht um Musik, sondern um die Zustandsveränderungen des Hörers. Dazu nehmen sie uns sanft an die Hand und geleiten uns kaum merkbar immer tiefer hinein in eine Welt des Diffusen. **** |