interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt
Alexander Calder – Bäume-Abstraktion benennen. - Fondation Beyeler, Riehen/Basel - Schweiz

1933 verließ der Amerikaner Alexander Calder wegen der weltpolitischen Lage Paris und ließ sich dauerhaft in Roxbury/Connecticut in einem alten Bauernhaus nieder. Die Natürlichkeit der Umgebung trieb den Künstler in einen neuen Abschnitt seines künstlerischen Wirkens, der Außenraum nahm eine werkbestimmende Stellung ein.

links: The Hairpins, 1939, Metallblech und Draht, bemalt, 231 x 270 x 73,7 cm

rechts: The Tree (Maquette), um 1958, Blech, Draht und Farbe, 64,5 cm x 73,5 x 38 cm

Wie sehr Alexander Calder die innere Verwandtschaft der künstlerischen Ausdrucksformen Abstraktion und Gegenständlichkeit in seinem Werk verinnerlicht hat, zeigt sich in der 1966 geschaffenen großformatigen Arbeit „The Tree“: Äste und Blätter ahmen die Bewegung nach, der ein Baum in windigen Natur ausgesetzt ist. Insbesondere diese Arbeit zeigt die Ideen Calders in einer Zeit, als ihn Natur, Wind und Wetter für neue künstlerische Ausdrucksweisen sensibilisierte. In den dreißiger Jahren entstanden zunächst erste Außenskulpturen, die an Turmreiter oder Wetterfahnen erinnerten und als Startpunkt für monumentale Skulpturen im Außenraum dienten.

Die Fondation Beyeler präsentiert mit „The Tree“ seine zweite Calder Gallery und präsentiert neben dem titelgebenden Werk weitere starre und mobile Arbeiten. Calder beteiligte sich beispielsweise an einer avantgardistischen Umgestaltung des Bronx-Zoo in New York mit etwa zwei Meter hohen Maquetten (Modell, Entwurf), die als Baumschmuck für das Raubkatzengehege gedacht waren. „The Tree“ steht heute im historischen Landschaftspark des Berower Gutes, das an die Fondation Beyeler grenzt und die mit Ellsworth Kellys „White Curves“ die alleinigen Skulpturen im Garten ausmachen.

In totaler Abstraktion ausgeführt, erinnern Alexander Calders Arbeiten dennoch an den Bewegungs- und Formenreichtum der Natur. „Neben der geometrischen Seite wird immer stärker auch ein surreales Moment und damit einhergehend eine biomorphe Formgebung spürbar.“ (Katalog) Neben den großformatigen Skulpturen sind in der Ausstellung auch selten präsentierte Werkgruppen aus den 30er bis 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu sehen.
Bis 12.01.2014
Fondation Beyeler, Baselstraße 101, CH-4125 Riehen/Basel, Schweiz
Tel.: 0041-61-6459700
E-Mail: info@fondationbeyeler.ch
Geöffnet: täglich 10 – 18 Uhr, mittwochs 10 – 20 Uhr
Eintritt: 25 CHF
Katalog: 30 Euro (Verlag hatje cantz)
Weitere Infos: www.fondationbeyeler.ch
© 01. September 2013  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
Kunst

Links

suche