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COPPERSKY - Von Herzen

Am schönsten ist der Himmel, wenn die Sonne langsam untergeht und die ganze Welt in ihr rötlich goldenes Licht taucht, Coppersky eben… So, und nun die elegante Überleitung: Coppersky sind eine junge Rock-band aus den Niederlanden, die sich mit ihrer Mischung aus Heartland Rock und Punk längst international zu einem Geheimtip gemausert haben und Euren musikalischen Horizont ungemein bereichern werden. Let them tell their Story…

Coppersky, bitte stellt Euch vor: Wer seid Ihr und wie kamt Ihr dazu eine Band zu gründen?

“Wir sind eine Band, die aus drei Brüdern und zwei Freunden besteht. Meine Brüder, Ray und ich haben schon vorher in einer Band gespielt und wir beschlossen etwas Neues zu versuchen. Als Brüder und Freunde verbindet uns etwas Besonderes, wir lieben es zusammen Musik zu machen und wir wollten wissen, wie weit wir es als Band bringen können. Songs zu schreiben, aufzunehmen und live zu performen macht süchtig, Es gibt nichts, was ich lieber tun würde.”

Wie habt Ihr Euren eigenen Sound gefunden? Wie würdet Ihr ihn beschreiben und woher bezieht Ihr hauptsächlich Eure Inspiration?

“Wir haben unseren Sound entwickelt, indem wir Songs geschrieben und gespielt haben, nur um herausfinden, dass wir so nicht klingen wollten. Wir wussten nicht, in welche Richtung wir gehen wollten, also warfen wir alles, was wir dahin geschrieben weg. Musikalisch betrachtet blickten wir zurück und fanden Inspiration in Legenden wie The Who, Bruce Springsteen, Tom Petty & the Heartbreakers und Thin Lizzy. Es ist schwierig seinen eigenen Sound zu beschreiben, aber ich denke eine Mischung aus Heartland Rock, Punk und Classic/Alternative Rock trifft es ganz gut. Wir versuchen jedem Song seine ganz eigene Note zu geben, somit hören sich unsere Alben sehr abwechslungsreich an.

“Ich denke Against Me sind eine der großartigsten Punkrockbands, obwohl sie schon eine ganze Weile dabei sind. Davon abgesehen, dass sie geniale Songs schreiben, scheuen sie sich auch nicht kontroverse und kritische Themen anzuschneiden. Wir haben eine ziemliche Bandbreite musikalischer Einflüsse, die reicht von The Replacements, The National, Motopsycho über The Hold Steady, The Gaslight Anthem bis hin zu The War On Drugs und vielen mehr.”

Ist der Titel Eures neuen Albums ´If We’re Losing Everything´ wegen seines guten Klangs gewählt oder steckt eine Geschichte dahinter?

“Wir haben diesen Titel sehr bedacht gewählt. Alle unsere Albumtitel sind uns wichtig. Ich liebe Titel, die aus Songlyrics entstehen (diese Zeile stammt aus dem Song ´Bankrupt´) – “If We’re Losing Everything” ist ein unvollendeter Satz und er lädt den Zuhörer dazu ein, ihn zu beenden. Alles kann zu diesem Zeitpunkt passieren, an dem alles verloren zu sein scheint. Du kannst etwas auf die Reihe bekommen, das nicht funktioniert und dafür kämpfen oder Du kannst für Dich entscheiden, dass es an der Zeit ist, loszulassen.”

Was ist Euer liebster Song auf der neuen Scheibe?

“Das ist eine schwierige Wahl, aber mein persönlicher Favourit ist ´Reservoir´ – es hat einfach diesen Chorpart, den ich den ganzen Tag singen könnte. Ich denke, das Gitarrensolo ist eins der besten auf der ganzen Scheibe. Es ist ein Song über die Setbacks, die ich als Besitzer eines kleinen Unternehmens hinnehmen musste, wirtschaftliche Depression, ein Mangel an Kundschaft und ein Angestellter, der sich mein hartverdientes Geld hinter meinem Rücken unter den Nagel gerissen hat. Wie die meisten Songs auf dem Album, ist er sehr persönlich.”

Was steht für Euch die nächsten Monate an? Ihr geht jetzt erst einmal auf Tour, gibt es eine Show auf die Ihr Euch besonders freut oder gar eine ´Dream Location´?

“Wir freuen uns riesig auf unsere Tour in Deutschland. Eine unserer liebsten Shows haben wir in Münster gespielt, als wir Idle Class supporteten. Allein aus dieser Erfahrung heraus können wir schon behaupten, dass Deutschland unser Lieblingsland ist, die Musikszene dort ist so aufregend und lebendig und es gibt so viele gute Bands, mit denen wir zusammen spielen und abhängen wollen.

Damit wird für uns schon ein Traum wahr. Eine ´Dream Location´ wäre für uns das SO36 in Berlin, es ist so ein legendäres Venue. Wir hoffen sehr, dass wir eines Tages die Chance bekommen dort aufzutreten.”

Aktuelles Album: If We’re Losing Everything (Uncle M / Cargo / Suburban Records) VO: 04.03.
© 01. März 2016  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
März 2016

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