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ALEX MOFA GANG - Angeprollt, aber niedlich!

Alex Mofa Gang assoziiert erst einmal Grenzdebile mit Vokuhila, „ein bisschen angeprollt, aber irgendwie niedlich“, mit einem Anführer Alex, der sein Hauptschulabschluss im Jamba-Sparabo runtergeladen hat. Dessen ungeachtet ist Alex Mofa eine fiktive Figur im Roman und gleichnamigen Debütalbums ´Die Reise zum Mittelmaß der Erde´, den Sänger Sascha Hörold mit Gründung der Alex Mofa Gang anfing zu realisieren und parallel zum Bandprozess dynamisch weiterentwickelte.

„Wir haben uns in verschiedensten Konstellationen bei der Arbeit für andere Bands getroffen und angefreundet. Daraus ist der Wunsch und die Idee gewachsen gemeinsam Musik zu machen. Wir leben mit Ausnahme unseres Schlagzeugers Michi alle in Berlin.“

Alex erlebt die Geschichten über die sie singen. Er fährt vorneweg auf der ´Reise zum Mittelmaß der Erde´ und ist sowohl die Hauptfigur im Roman als auch in ihren Songs. Ähnlich wie Alex Mofas Suche nach Liebe und romantischer Großstadttrivialität pendelt die Band zwischen Punk, Indie, Rock und Pop melodieversessen hin und her.

Was erlebt Alex Mofa Gang auf seine Reise?

„Alex zieht aus einer Kleinstadt in die Großstadtprärie, frisch getrennt und relativ ziellos. Wir begleiten ihn beim Akklimatisieren, beim Suchen und Finden, beim Taumeln, Fallen und wieder Aufstehen. Aber natürlich auch an glücklichen Tagen und in exzessiven Nächten.“

Wie meistert er die mittelmäßigen Alltagskatastrophen dieser Erde?

„Sehr unterschiedlich. Er stolpert des Öfteren mal über die Zügellosigkeit, die gegen seine anerzogenen moralischen Werte knallen. Immer dann, wenn sich Alex in Extreme verrennt, sehnt er sich nach banalen, alltäglichen, mittelmäßigen Dingen, Gefühlen und Werten.“

Wie viel Alex Mofa Gang ist Fiktion und wie viel Realität der Band?

“Je enger wir als Band rücken, je mehr jeder Einzelne Einfluss auf Inhalt haben will und hat, desto enger wird natürlich auch die Beziehung zu Alex. Mittlerweile diskutieren wir viel über ihn. Alex ist eine fiktive Figur, aber natürlich ist er uns nicht fremd – er könnte jemand aus unserem Umfeld sein, der die eine oder andere Geschichte erlebt, die uns staunen lässt, den Kopf schütteln, oder schmunzeln ...“

Welche Intention versteckt sich hinter den Themen Eurer Texte?

„Die Texte sind so vielfältig, wie die Geschichten, die Alex erlebt. Es muss nicht zwangsläufig eine zweite Ebene geben, wir versuchen aber trotzdem Interpretationsspielraum zu bewahren.“

Wie kam es zu dem Deal mit ´People Like You Records´?

„Wir haben Melanie von PLY auf unserer Tour mit Radio Havanna letztes Jahr kennengelernt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir für uns eigentlich entschieden, das Album selbst zu veröffentlichen. Aber wie man so schön sagt: unverhofft kommt oft. Es war Liebe auf den ersten Blick.“

Eure Position zur Kölner Silvesternacht?

„Jedwede Form von Gewalt, Belästigung oder Beleidigung, egal gegen welches Geschlecht und egal ob gegen 100 oder einen Menschen, gehört aufgeklärt, verurteilt & bestraft. Auch klar ist, dass es falsch wäre, hier eine Flüchtlingsdebatte entfachen zu lassen und zu verallgemeinern, denn egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder welchen Glaubens: Arschloch bleibt Arschloch!“

Was wünscht sich der Protagonist Alex Mofa die Zukunft und was davon die Band?

„Alex sucht nach sich selbst, seinem Platz und evtl. dem Sinn des Lebens. Wir wünschen ihm eine Menge neue Abenteuer, damit wir weitere Inhalte für unsere Songs haben.“

Aktuelles Album: Reise zum Mittelmaß der Erde (People Like You / Sony) VÖ: 29.01.
© 01. Februar 2016  WESTZEIT ||| Text: Georg Lommen
Februar 2016

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