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BLACKOUT PROBLEMS - Müssen was fühlen!

Seitdem sich die Blackout Problems 2012 gründeten ist viel passiert. Diverse Touren, Festival- & Radioerfolge, zwei EPs und ein Album später scheint der Grund für das bayrische Dreigestirn unermüdlich weiterzumachen immer (noch) der gleiche zu sein: Enthusiasmus, Freundschaft, Ideenreichtum und Musik. Aber auch ihr Drang nach Weiterentwicklung ließ sie immer kreativer und formidabler - schlichtweg besser - werden, was sie mit ihrem aktuellen zweiten Album ´Holy´, im übrigen ein Plädoyer für Gemeinschaft, eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dichte Gitarren- und Basswände werden mit grazilen Melodiebögen zwischen Wut, Kummer, Hoffnung und Euphorie gepaart.

12 neue Songs, die sich zwischen ungestümer Jugend und klangvoller Mündigkeit aufspannen. Indes man auf das Fundament einer Band schaut, die bei sich geblieben ist, zu wissen scheint warum sie was tut und genügend Kraft für ehrlichen Optimismus findet. ´Holy ist in seiner formvollendeten Unperfektheit ein perfektes Beispiel für Blackout Problems gelebte Haltung. Im Zuge dessen scheint die Chance auf einen nationalen, sogar internationalen Durchbruch in greifbarer Nähe gerückt zu sein.

Wie lange kennt Ihr drei Euch schon und was war die Initialzündung, dass ihr 2012 die Black-out Problems gegründet habt?

“Marcus und ich (Mario = Gitarrist & Sänger) kennen uns seit der Schulzeit, also schon ewig. Michi haben wir 2012 kennen gelernt und wussten in dem Moment, dass wir just vollzählig sind.”

Welche Musik hat Euch auf Eurem Lebensweg begleitet und welche Bands haben Euch maßgeblich inspiriert?

“Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen, würde ich Punkrock sagen. Im Detail betrachtet, hat jeden von uns verschiedenes Zeug inspiriert. Da reicht die Palette von HipHop bis Elektro über Rock. Wenn man einen Querschnitt dessen nimmt, was uns vereint, dann wäre die Essenz, dass Musik authentisch sein muss.”

Was sind die prägnantesten Kontraste in Bezug auf Eure bisherigen Veröffentlichungen?

„´Holy´ klingt anders und fühlt sich anders an. Vom Cover bis zum Gitarrensound waren wir noch nie so zufrieden mit einem Produkt aus unserem Hause. Wir haben wirklich viel Zeit und Energie in die Platte investiert... Am Ende vom Tag haben wir es geschafft, dass Ding fertig zu machen und sind stolz auf unsere Arbeit.”

Was denkt Ihr wird sich mit ´Holy´ ändern vs. was erwartet ihr?

“Ich hoffe, dass wir dadurch ein paar Hörer und Konzertgänger mehr bekommen. Was sonst so passiert, wissen wir nicht und haben auch keine zu großen Erwartungen. Wir gehen weiter Schritt für Schritt und versuchen uns von Konzert zu Konzert zu verbessern. Wir sehen es sehr realistisch.”

Was verbirgt sich hinter dem Albumtitel ´Holy´ und welche Bedeutung hat er für Euch?

“Im Grunde lassen wir gerne Dinge offen, damit jeder der Lust hat seine eigene Meinung bilden kann. Bei Holy jedoch liegt es ein Stück weit auf der Hand, dass uns die CD an sich so wichtig ist, dass sie unser kleiner Holy Grail wurde. Andererseits hat das Wort Holy mich sehr fasziniert. Was ist Leuten heutzutage heilig? Für was steht man? Wie definiert man sich?“

Wen wollt ihr mit Euer Musik erreichen und was mit Euren Songs bewirken?

“Im Grunde genommen wollen wir damit alle erreichen die Lust darauf haben. Wir stehen auf Spinner und Querdenker und freuen uns, wenn Leute nach unseren Konzerten am Merch äußern, sich verstanden zu fühlen oder sich in den Songs wieder zu erkennen. Was die Wirkung betrifft, war uns von vorne herein wichtig, dass der Rezipient etwas spürt. Ein Leitspruch während der Vorproduktion war: ,Man muss was fühlen´.“

Aktuelles Album: Holy (Uncle M / Cargo Records) VÖ: 05.02.
© 01. Februar 2016  WESTZEIT ||| Text: Georg Lommen
Februar 2016

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