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EMSCHERKURVE 77 - Und noch ein Kapitel

Emscherkurve 77 gehören zu den Urgesteinen, die aus der deutschen Oi / Streetpunk nicht mehr wegzudenken sind: Im Jahr 2000 gegründet sind EK77, wie kaum eine andere Band ein Garant für fulminante, feuchtfröhliche Live Shows und Lyrics, die es mit jeder neuen Scheibe mehr auf den Punkt bringen.

Scharfzüngig, exakt, rotzig und mit einer Überdosis Attitude erspielen sich die Jungs aus dem Ruhrpott eine stetig wachsende Fanbase – und es ist noch lange kein Ende in Sicht!

Das letzte Mal haben wir 2011 ein Interview zusammen gemacht, anläßlich von ´Dat soll Punkrock sein´. Was habt Ihr in der Zwischenzeit getrieben?

Daniel: “Also wir haben eine Menge gemacht. Wir haben eine Menge Shows gespielt, haben eine Split mit Hounds & Harlots aufgenommen und eine Single rausgehauen. Und so ganz nebenbei unser aktuelles Album vorbereitet und aufgenommen.”

Gibt es einen Song auf der neuen Scheibe, der Euch besonders am Herzen liegt. Wenn ja, welcher?

Daniel: “Ja also für mich ist es ´Harte Jungs´, da es um Authentizität in der Szene geht. Leute die vorgeben etwas zu sein, was sie in Wirklichkeit nicht sind, gibt es leider wie Sand am Meer. Egal ob jetzt in Bands oder als Szenezugehöriger. Das nervt schon tierisch ab, weil diese Typen davon reden, dass sie durch die Scheiße gegangen sind, obwohl sie eigentlich ein total spießiges Leben führen.”

Euch gibt es nun seit fast 15 Jahren, wie würdet Ihr eure Entwicklung seither beschreiben?

Daniel: “Also wenn man sich die ersten EK Aufnahmen anhört, wird man zu den heutigen hoffentlich einen großen Unterschied feststellen. Es ging ja früher fast nur um Fußball und Rot Weiss Oberhausen. Das war auch ok. Allerdings war EK 77 keine Band mit einer festen Besetzung. Das war teilweise von Konzert zu Konzert ein unterschiedliches Line Up. Manchmal kannte man sich nicht mal und ging ungeprobt auf die Bühne. Das hat sich seit 2010/2011 schlagartig geändert. Seitdem sind wir eine feste Band ohne große Line Up-Wechsel. Das Songwriting wird von Marcel und mir gemacht und mit der gesamten Band arrangiert. Das war früher undenkbar.”

Marcel: “Genau. Wir haben seit 2010 ein stabiles Line Up, haben viel zusammen gespielt, geprobt und uns auch besseres Equipment zugelegt. Wir achten auch viel mehr auf unsere Produktion, was ja damals auch nicht immer der Fall war. Aber ganz klar: Mit der Kurve aus den Anfangszeiten, hat das nicht mehr viel zu tun. Wir sind einfach besser geworden, auch wenn das einigen Leuten nicht passt, und die uns kritisieren, dass wir beim Spielen kaum Fehler machen :-)”

Hat es in Eurer Geschichte jemals den Zeitpunkt gegeben, an dem Ihr keine Lust mehr hattet?

Daniel: “Ja den Zeitpunkt gab es gegen Ende 2010 für mich persönlich. Wir hatten damals noch zwei Sänger. Und wir mussten die Entscheidung treffen uns von Böhle zu trennen. In der damaligen Konstellation ging es einfach nicht weiter. Und dementsprechend war das auch für die Band ein Neuanfang, der eine Menge Energie freigesetzt hat.”

Marcel: “Ja klar. Nach jedem Studioaufenthalt bzw. absolvierter Tour denke ich mir das haha. Aber Daniel hat schon Recht. Das war damals eine ganz schwierige Lage, es gab zwei Optionen: Entweder geht Böhle, oder vier Musiker verlassen die Band, was sicherlich das Ende bedeutet hätte. Klar, wenn du an einem Wochenende 1000 Kilometer von A nach Z fährst, Sonntag Abends heim kommst und Montag wieder zur Arbeit gehst, fragst du dich schon manchmal, was du da so machst. Aber in dem Moment könntest du auch schon wieder in den Bus....”

Was ist der Hintergrund von ´Einer von uns´?

Daniel: “Seit geraumer Zeit veröffentlichen wir auf jedem Album eine Hommage an einen Menschen , den wir sehr schätzen. Es gibt einen Song über Günter Netzer und Louis de Funes. Und da wir alle sehr große Diether Krebs Fans sind, war er einfach dran. Für mich war er seit der Kindheit immer präsent und einer der großartigsten Schauspieler, die wir in Deutschland hatten.

Checkt: www.emscherkurve77.de

Aktuelles Album: Buch des Lebens (Sunny Bastards / Broken Silence)
© 01. Februar 2015  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
Februar 2015

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