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BRONCHO - Gerade genug auf den Knochen....

Wenn ich spontan einen Award zu vergeben hätte, dann würde der an Broncho für den Titel ihres neuen Albums gehen: ´Just Enough Hips To Be Woman´ heißt die Scheibe zauberhafterweise und lässt die Damenwelt in einem angedeuteten Knicks Richtung Oklahoma hinabsinken. Und all Jenen, die keinen Schimmer haben, wer Broncho überhaupt sind, kann hier auch gleich geholfen werden:

Broncho sind drei Jungs von der anderen Seite des großen Teichs, nämlich Oklahoma, wie bereits erwähnt, die sich ihrer gemeinsam ihrer großen Leidenschaft verschrieben haben und die lautet: Gitarrenrock, und zwar von der allerfeinsten Sorte – Retro Garage meets Pop, knackige Gitarrrenriffs, die gleichzeitig leicht genug sind, um nicht anstrengend zu werden und hymnenartige Melodien, die keineswegs in der Stadionkanalisation versinken – Broncho haben ihr Handwerk eben drauf! An manchen Stellen erinnert ihr Sound an eine bizarr großartige Mischung aus T.Rex und Phoenix, auf dem Grund lauert ein bisschen Bruce Springsteen – und auch The Cars und die Strokes sind mit von der Partie – in einem Wort: Exzellent!”

Wie würdet Ihr Eure Entwicklung beschreiben? Euer erstes Album ´Can't Get Past The Lips´ hörte sich noch sehr punkrockig an, während

Eure neue Scheibe sehr viel mehr in Richtung Pop und New Wave geht. Wie kam es dazu?

“Beide Alben sind von verschiedenen Phasen meiner Kindheit beeinflusst, ich stand auf alle möglichen Musikstile, während ich aufwuchs. Wir könnten irgendwann auch nach Country klingen, wenn wir unseren Weg so weiterverfolgen.”

Gibt es irgendeine Band, die Ihr sehr verehrt? Woher bezieht Ihr hauptsächlich Eure Inspiration?

“Immer wenn ich denke, es gibt einfach keine gute Musik mehr, stelle ich fest, dass es in Wirklichkeit viel zu viel gute Musik gibt, es ist

wirklich schwer heutzutage, es kommen dauernd so viele tolle Platten raus, dass man den Überblick verliert. Iggy Pop is a big influence for me. He's my James Brown. James Brown is my James Brown too!”

Der Song ‘Kurt’ auf Eurer neuen Scheibe ist eine Hommage an Courtney Love. Hast Du auf Hole, Nirvana und diese ganze Grunge Geschichte gestanden?

“Ich liebe Hole! Ich war 12 als Grunge aufkam und es war eine wirklich magische Zeit für uns Kids. Grunge machte es so einfach in einer Band zu sein. Es war gerade für einfache Kids, die in einfachen Verhältnissen aufwuchsen sehr inspirierend. Kurt Cobain und die Anderen sahen aus wie Leute, die ich kannte und sie waren angezogen wie meine älteren Brüder. Es ergab so viel Sinn für mich.”

Ist ´Just Enough Hip To Woman´ ein Titel, der Euch einfach so in den Sinn kam, weil er sich gut anhört, oder steckt eine Geschichte dahinter? “Ich bin mir sicher, er hatte eine Menge Bedeutung für uns, als er uns damals in den Sinn kam, es war eine ziemlich durchzechte Nacht. Wir mögen es, den Leuten verschiedene Interpretationsmöglickeiten offen zu lassen, vielleicht liegen sie damit ja auch richtig, ich bin selbst nicht immer hundertprozentig sicher, was ich meine.”

Welches sind Deiner Meinung nach die tollsten Zeilen, die je für einen Rocksong geschrieben wurden?

“Do you love me - Nick Cave”

Broncho sind… (drei Worte)

“Geschickt, gerissen und schuldig!”

Was steht bei Euch für den Rest des Jahres an? Ihr kommt im November nach Deutschland, ward Ihr schon einmal hier?

“Wir werden die USA soweit wie möglich abdecken und versuchen dort so viel wie möglich zu spielen. Ich war noch nie in Deutschland, aber ich kann es kaum erwarten. Führst Du mich rum?”



Aktuelles Album:

Just Enough Hip To Be Woman

(Dine Alone / Soulfood)
© 01. Oktober 2014  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
Oktober 2014

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