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BIRTH OF JOY - The Sound of the Sixties

Was wäre das Leben nur für ein ödes Jammertal, wenn man nicht immer wieder neue Bands entdecken würde, für die man sich maßlos begeistern kann und deren CDs vom vielen Hören irgendwann im CD Player festkleben? So geschehen bei Birth Of Joy, drei Jungs aus den Niederlande, deren Songs eine fulminante Mischung aus Psychedelic, Blues, Rock’n’Roll und einem wohldosierten Quentchen Grunge und Punk sind – was könnte man sich Exquisiteres wünschen?

Zudem haftet Birth of Joy eine Authentizität an, wie man sie nur bei Bands findet, die ihre Musik ohne Kompromisse leben und auch nicht davor zurückschrecken sich gehörig den Arsch abzutouren und davon kann die niederländische Combo in der Tat ein Liedchen singen: Fast 100 Konzerte in Europa und jenseits des großen Teichs allein im letzten Jahr haben gezeigt, dass Birth of Joy nicht nur wunderschöne Songs schreiben können, sondern man auch vor ihnen als Live-Act den Hut ziehen muss!

Erzählt mal, wie habt Ihr Euch gefunden und wie seit dazu gekommen zusammen Musik zu machen?

“Wir trafen uns bereits an unserem allerersten Tag an der Herman Brood Akademie, Bob und Kevin jammten zusammen im Proberaum ein Stück von den Doors, ich kam zufällig vorbei und hörte das, also ging ich hinein, um zu sehen, wer da spielte. Wir verstanden uns sofort auf Anhieb und wurden Freunde. Es war wohl Schicksal und der Rest ist Geschichte…”

War für Euch von vorne herein klar, in welche Richtung Euer Sound gegen sollte oder habt Ihr erst mal rumprobiert, bis Ihr euer Ding gefunden habt?

“Wir standen eigentlich alle drei sehr auf Psychedelic, von daher war es ganz natürlich, dass wir von Anfang an diese Art von Musik machten, natürlich entwickelt man erst nach einiger Zeit des Zusammenspiels einen eigenen unverwechselbaren Stil, aber die eigentliche Richtung war gleich klar. Wir mögen schmutzige echte Musik, die einen mitreißt und in der Leidenschaft steckt, wir stehen nicht auf perfekte Arrangements und dieses Künstliche. Musik sollte meiner Ansicht nach etwas Organisches, Gewachsenes sein.”

Es gibt unzählige Klassifizierungen von anderen, wie Ihr Euch anhört, wie würdet Ihr selbst kurz und knapp Euren Sound beschreiben?

“Schmutziger Stoner Rock mit Psychedelic Elementen!”

Welche anderen Künstler oder Bands inspirieren Euch zur Zeit am meisten?

“Das ist ganz verschieden! Als Erstes würden mir Django Reinhardt, Robert Johnson, Tom Waits, Nine Inch Nails und Kyuss einfallen.”

Wie würdet Ihr Eure Entwicklung bisher bezeichnen?

“Wir haben immer geschaut, dass wir vorankommen, denn wenn man als Musiker stagniert, läuft etwas Grundlegendes falsch. Wir versuchen uns stetig weiterzuentwickeln und sind auf der ständigen Suche nach neuem Input, sei es ein Instrument, das wir noch nicht im Repertoire haben oder neue Bands. Dadurch lernt man, seine Musik von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten und anzupacken. Wir sind mittlerweile auch erwachsener als die Kids, die 2009 ´Make Things Happen´ eingespielt haben.”

Euer neues Album ´Prisoner‘ erscheint in der erstem Märzwoche. Was steht in nächster Zeit sonst noch für Euch an?

“Von Mitte April bis in den Mai hinein sind Shows in Deutschland geplant, wir werden im Juni auf dem Orange Blossom Special Festival spielen, einige weitere Festivals sind angedacht und ansonsten schauen wir mal, was sich noch so Cooles ergibt.”

Aktuelles Album: Prisoner (Long Branch Records / SPV)
© 01. März 2014  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
März 2014

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