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CHILDREN OF BODOM - Fluch, Bier und Segen

Seit mehr als 20 Jahren nun bereichern Children Of Bodom mit ihrem Melodic Death Metal die internationale Szene. Dass man sich auch auf Studio-Album Nummer 10 noch ein Stück weit neu erfinden kann, ist da nicht unbedingt zu erwarten. Bassist Henkka Seppälä gab Auskunft über die neuesten Entwicklungen im Hause Bodom – auch abseits der Musik!

´Hexed´ ist ziemlich flott und catchy ausgefallen – ein geplanter Schritt oder eher Zufall?

“Eigentlich planen wir nie irgendwas, die Musik kommt so raus, wie sie ist. Natürlich können wir nicht in Alexi's Kopf schauen, aber auch er schreibt die Dinge meist eher unbewusst.”

Außerdem scheint ihr noch melodischer als zuvor zu sein. Hat der Einstieg von Gitarrist Daniel Freyberg etwas damit zu tun?

“Er hat uns auf jeden Fall eine frische Perspektive gegeben! Auch, wenn er keine Änderungen an den Songs an sich vorgenommen hat, hat seine Sichtweise uns die Dinge oftmals anders hören lassen. Ein frisches Paar Ohren – es ist fantastisch, dass er dabei ist und er hat einen klasse Job bei den Aufnahmen gemacht.”

Auf ´Hecate's Nightmare´ ist für mich tatsächlich ein Ozzy Vibe zu spüren – und der steht euch richtig gut. Dürfen wir so etwas in Zukunft öfter erwarten?

„Ozzy? Haha, wir haben Teile des Songs immer eher mit Alice Cooper in Verbindung gebracht... Aber nein, ein Styleguide wird das sicher nicht werden.“

Nachdem ihr die ersten Songs vom Album bei YouTube veröffentlicht habt, schrieben viele Fans, dass sie sich an die guten alten Zeiten erinnert fühlten. Nun findet sich ein Remake vom 2004er Song ´Knuckleduster´ auf der Scheibe wieder – orientiert ihr euch bewusst an altem Material, bevor ihr neue Abenteuer begeht?

„Nicht bewusst. Eigentlich blicken wir nie zurück, wenn wir neue Musik machen. Aber schlecht finde ich es nicht, wenn es bei den Leuten als „old school“ rüberkommt. Bezüglich ´Knuckleduster´: Wir haben schon Jahre lang darüber nachgedacht, weil der Song irgendwie nie richtig veröffentlicht war. Es ist einfach ein geiler Song und nun hat er eine neue Chance bekommen!“

Ihr habt euch beim Artwork für ein richtig klassisches Gemälde in jedwedem Sinne entschieden – der Reaper, schön spooky und nicht digital gezeichnet. Wurde es extra für das Album engefertigt und wie seid ihr auf den Künstler Denis Forkas gestoßen?

„Ich hab die Jungs gefragt, ob wir nicht mal wieder ein Cover im ganz alten Stil haben wollten – und sie sagten ja. Wir wussten sofort, dass wir an so etwas nicht viel manipulieren konnten, haben uns aber darauf eingelassen. Ich habe dann nach Motiven gesucht und bin auf Forkas und seine Arbeit gestoßen – und er hat schönerweise Ja gesagt. Heute bin ich sehr glücklich mit dieser Entscheidung und ja: Das Artwork ist in der Tat mächtig spooky!“

Just erschien auch euer neuester Merch-Artikel: Bier! Wie kam es dazu?

„Wir haben schon einige Zeit über Bier nachgedacht, aber leider haben wir alle sehr verschiedene Geschmäcker, was das angeht. Deshalb haben wir eigentlich nie daran geglaubt, dass es irgendwann Wirklichkeit wird. Und irgdendein Industrie-Bier wollten wir auch ncht mit unserem Namen versehen. Dann traf unser Drummer Jaska eines Tages die Jungs von Fat Lizard auf einem Bier-Festival, woraufhin wir die Brauerei besuchten und ziemlich schnell damit begannen, unser eigenes Bier mit ihnen zu designen: Ein Lager klassischer Pilsner Brauart, recht kräftig im Geschmack, weshalb wir es Preprohibition Lager nennen. Und der Clou: Es enthält tatsächlich Wasser aus dem Lake Bodom!“

Aktuelles Album: Hexed (Nuclear Blast)
© 01. März 2019  WESTZEIT ||| Text: Axel Nothen ||| Foto: Mrek Sabogal ||| Datenschutz
März 2019


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