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SIR REG - Von Dublin nach Stockholm und nicht wieder zurück

Punkrock und Irish Traditional Folk - dass diese Mischung ausgesprochen vielversprechend ist, wissen wir spätestens seit den Pogues, die mit diesem Sound zu Weltruhm gelangten und deren ‚Fiesta‘ auch heute noch als beliebter Opener für einen gepflegten Barfight herhält. Viele andere wie Flogging Molly, Dropkick Murphys und Street Dogs, um nur einige zu nennen, folgten.

Und wenn man beinahe schon denkt, man kennt sie alle, taucht doch jemand Neues auf, der sich neu und aufregend anhört: Sir Reg ist so Jemand – ich hatte das Vergnügen mich mit Sänger Brendan unterhalten zu dürfen…

Hallo Sir Reg, stellt Euch doch mal vor: Wie habt Ihr Euch gefunden und was hat Euch dazu bewegt Sir Reg zu gründen?

“Sir Reg sind Brendan (Gesang/Gitarre), Karin (Geige), Chris (E-Gitarre) ), Mattias S (Bass), Filip (Mandoline) und Mattias L (Drums).

“Uns gibt es seit Ende 2009, Karin und ich waren zuerst da, wir wollten Musik schreiben und performen und die Band ist unser Instrument, das zu ermöglichen. Die restlichen Mitglieder kamen nach und nach dazu.”

Brendan, Du kommst aus Dublin, was hat Dich nach Schweden verschlagen?

“Es fing alles damit an, dass ich ein schwedisches Mädchen in Dublin traf und mit ihr zurück nach Schweden gegangen bin. Das war ein Grund, zum anderen wollte ich eine musikalische Pause und etwas Neues erleben und ich hatte gehört, dass Schweden der aufregendste Ort der Welt ist wenn um neue Musik und Möglichkeiten geht.”

Gibt es eine besondere Geschichte hinter Eurem Bandnamen?

“Ich wünschte, es gäbe eine!

Es fing mit einem dummen Joke an: Ein ehemaliges Bandmitglied und ich nannten uns gegenseitig immer SIR, gefolgt von dem kitschigstem Namen, der uns einfiel.

2010 spielten wir als Support von Misfits und erzählten Dez Cadena, wie wir auf unseren Namen gekommen sind, und dass es keine wirklich spannende Geschichte dazu gab, er überlegte kurz und entgegnete “Satan Is Real Reject Evil God”. Er bestand darauf, dass wir das in Zukunft immer antworten sollten, wenn wir nach der Herkunft unseres Bandnamens gefragt werden.”

Was ist die Geschichte hinter ´FOOL (Fight of Our Lives)´ – was war die Inspiration für diesen Song?

“Ich hatte einige Aufs und Abs in den letzten Jahren und ich habe oft darüber nachgedacht einfach alles hinzuschmeißen, aber Gott sei Dank wurde ich dieses miese Gefühl wieder los, konzentrierte mich auf die Dinge, die ich erreichen wollte und fing an Material für dieses Album zu schreiben. ´FOOL´ handelt hauptsächlich davon sich zusammenzureißen und allen Querulanten zum Trotz sein Ding durchzuziehen.”

Ihr werdet oft mit Dropkick Murpys und Flogging Molly verglichen, waren diese Bands tatsächlich zu irgendeinem Zeitpunkt von Bedeutung für Euch?

“In der Vergangenheit eigentlich nicht, ich stand mehr auf Britpop, ein bisschen Waterboys, Dubliners und natürlich The Pogues, aber ich bin zu einer Flogging Molly Show in Stockholm gegangen und war total hin und weg von deren Energie. Dave King wurde danach ein wichtiger Einfluss für mich, er ist auch ein riesiger Bowie Fan, weswegen ich ihn noch mehr mag. Dropkick Murphys muss ich noch mehr für mich entdecken, etwas worauf ich mich sehr freue!”

Hast Du irgendwelche persönlichen Helden, die Dich inspirieren?

“David Bowie, Buddy Holly, Luke Kelly, Damon Albarn, Brian O’Connor und Conor McGregor.”

Was ist Dein liebster Song auf Eurem neuen Album und wieso?

“´Sinner of the Century´! Dieser Song fasst meine Gefühle als Ausländer zusammen. Ich kann in Schweden leben solang ich will, aber ich werde nie das Gefühl haben dort hinzugehören. Der Platz wo ich hingehöre. ist ein kleiner grüner Fleck namens Irland. Außerdem singt meine Cousine Caoimhe in dem Song mit mir zusammen. Sie kam überraschend vorbei, als wir in Dublin unsere Aufnahmen machten.”

Aktuelles Album: The Underdogs (Despotz Records)
© 01. Oktober 2018  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow ||| Foto: Gustav Sandholm Andersson ||| Datenschutz
Oktober 2018


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